Direkt zum Seiteninhalt

Berichte Aktive - SKMH

Menü überspringen
+                                     Berichte Aktive
Kilian Hasler im Gespräch mit Hansruedi Ulrich
 
Wie ist dein Gesamteindruck über die Saison 2026?
Hasler: Eigentlich bin ich sehr zufrieden. Mit Fredi Bruhin schaffte ein Schwinger des SKMH die hohe Hürde ans Kilchberger Schwinget und mit Roman Müller und Cyrill Krieg durften wir zwei junge Neukranzer feiern.
 
Sind damit deine persönlichen Ziele erreicht worden?
Hasler: Grundsätzlich müssen die Schwinger mit ihrem Erreichten selber zufrieden sein. Sie trainieren ja um ihre Ziele zu erreichen. Und da entscheidet jeder Sportler selbst wieviel er für seine Erfolge investieren will oder nicht. Aber ich bin der Meinung, dass einige Schwinger auf dem richtigen Weg sind. Wichtig ist auch der Zusammenhalt und gute Kameradschaft untereinander, da läufts momentan sehr gut.
 
Deine grössten Überraschungen für dich?
Hasler: die beiden ersten Kranzgewinne von Cyrill Krieg und Roman Müller.
 
Und grösste Enttäuschungen?
Hasler: klar die vielen Verletzungen. Kranzschwinger Ueli Hegner und Benjamin Züger verpassten die ganze Saison. Joel Kessler und Alex Huber erwischte es nach guten Leistungen und Kranzgewinnen inmitten der Saison.
 
Wo siehst du für die Schwinger Verbesserungspotenzial?
Hasler: Trainingsmöglichkeiten haben die Schwinger genügend, sie müssen nur benutzt werden. Aus meiner Sicht wäre es enorm wichtig, wenn die Schwinger mehr Rangfeste besuchen würden. Sie stellen ideale wettkampfmässige Trainings dar und man sieht auch wo man gegenüber der Konkurrenz steht.
Du stellst dich im Januar als Nachfolger von Marcel Steinauer als kantonaler technischer Leiter zur Wahl. Wer wird dein Nachfolger im SKMH?
Hasler: dies ist derzeit noch offen.
 
Verlässt du den Vorstand des SKMH?
Hasler: nein, es ist geplant, dass ich von Alois Laimbacher das Amt des Aktuars übernehme. Dieser geht nach über 30 Jahren als Aktuar in den wohlverdienten «Ruhestand».
 
Was sind deine Wünsche an die Schwinger und deinen Nachfolger im SKMH?
Hasler: den Schwingern wünsche ich vor allem eine unfallfreie Zeit, damit sie beschwerdefrei ihre Leidenschaft ausleben und ihre Ziele erreichen können. Meinem Nachfolger wünsche ich eine gute Zeit in seinem Amt und dass es ihm gelingt, die Schwinger einen Schritt weiter zu bringen.

 

 
Eine Schwingsaison mit Freud und Leid

Die Saison der Schwinger ist Geschichte. 2026 bot den Kämpfern des Schwingklub March-Höfe (SKMH) die ganze Pallette. Schöne Erfolge, grosse Überraschungen, Enttäuschungen, Verletzungen, Comebacks und ein Abschied wechselten sich munter ab.

Noch ist nicht ganz Schluss. Anfang Dezember finden mit den beiden Niklausschwinget in Dietikon und Pratteln noch zwei Hallenschwingfeste statt. Doch für die meisten Schwinger ist die Saison 2026 abgeschlossen. Zeit um für die Kämpfer des SKMH kurz Rückschau zu halten. Seit 2015 ist der Schübelbachner Kilian Hasler als technischer Leiter verantwortlich für die sportlichen Geschicke des Klubs. Ende Jahr beendet Hasler seine Funktion im Klub und stellt sich höheren Aufgaben. Auch wenn Hasler stets versuchte gute Trainingsmöglichkeiten für seine Sportler zu schaffen, stellt er mit einem wichtigen Satz klar, «grundsätzlich ist jeder Sportler für sich selbst verantwortlich, wieviel er für seine Ziele und Erfolge investieren will». Und Erfolge gab es für den SKMH 2026 wieder einige zu verzeichnen.

Der Erfolgreichste
Der Aufstieg letztes Jahr von Fredi Bruhin aus Siebnen verlief kometenhaft und löste national viel Medienwirbel auf. Selbst erfahrenste Berichterstatter, egal ob Zeitung oder TV, staunten ab den vier Kränzen des überraschenden Modellathleten. Und alle waren gespannt, ob der sanfte Riese dieses Jahr seine Leistungen bestätigen könnte. Bruhin tat dies und wie. Co-Sieger am Frühjahrsschwinget Pfäffikon. An allen vier Kantonalfesten im Frühsommer reüssierte der Polizist mit Kranz und Topklassierungen, die beste davon der dritte Rang am Schwyzer. Es folgten im Juni die Bergfeste auf dem Stoos und Schwarzsee, wo der Märchler gegen starke Gegner nur knapp am Kranzgewinn scheiterte. Im Juli wurde in Arth der zweite ISAF-Kranz sicher eingefahren und kurze Zeit später folgte gegen starke Gegner verdient der erste Bergkranz auf der Rigi. Damit hatte der 29jährige Bruhin das Ticket für den Kilchberger Schwinget auf sicher, wo er sich achtbar schlug und alle sechs Gänge absolvieren durfte. Fredi Bruhin lieferte tatsächlich eine Topsaison ab und viele Fans sehen in ihm fürs ESAF 2028 einen potenziellen Eidgenossen. Dies geht aber nur durch weitere Erfahrungen zu sammeln. Ein paar Rangfeste mehr pro Saison um seine Bewegungsabläufe zu verfeinern würden ihm nicht schaden. Mal schauen welchen Weg Bruhin weiterhin einschlagen wird, ein grosser Wurf am ESAF in Thun wäre dem sympathischen Kämpfer allemal zu gönnen.

Der Pechvogel Nummer eins
Der Galgener Alex Huber kennt normalerweise keine lange Weile. Sein Beruf als Lastmaschinenmechaniker, Mithilfe auf dem ehelichen Landwirtschaftsbetrieb und Familienvater führen dazu, dass Huber sein Trainingspensum etwas reduziert hat. Doch deswegen musste man sich um ihn keine Sorgen machen. Huber gilt als Fuchs im Sägemehl, einer der im Kampf mit viel Gespür auf seine Chance wartet und dann kaltblütig unerbittlich zuschlägt. Mit sicheren Auszeichnungsgewinnen in Pfäffikon und Wolhusen holte sich der Huber den Feinschliff für die bevorstehenden Kantonalfeste. An diesen zeigte der Märchler vorwiegend Topleistungen. Am Schwyzer scheiterte er im letzten Gang um den Kranz noch äusserst unglücklich. Am Luzerner klappte es dann mit dem Kranz. Und am Urner doppelte Huber sehr überzeugend nach. Wie Huber im letzten Gang den routinierten Urner Andy Murer mit einem herrlichen Hüfter auf den Buckel donnerte, darf getrost als Wurf des Tages bezeichnet werden. So sicherte sich Huber seinen zweiten Saisonkranz. Die Art und Weise wie Huber im Sägemehl agierte, gab einem das Gefühl, dass der Märchler mit seinen 30 Lenzen endlich reif für den ersten ISAF-Kranz sei. Doch der Wettkampf in Arth endete für den Märchler schon nach einem Gang bitterbös, Kreuzbandriss und Saisonende. Bleibt für den fröhlichen Galgener zur zu hoffen, dass er 2027 wieder gesund ins Sägemehl zurückkehren kann.

Der Pechvogel Nummer zwei
Nach einer starken Saison letztes Jahr mit drei Kränzen, war man gespannt auf Joel Kessler. Doch was der sympathische Märchler dieses Jahr erlebt hat, kann man wahrlich als emotionale Achterbahn bezeichnen. Kessler startete in guter Frühform ins Jahr und war am Frühjahrsschwinget Pfäffikon einer der vier Co-Sieger. Doch schon bald fing die Verletzungshexe am Lachner zu nagen, keine gute Vorbereitung auf die bevorstehenden Kantonalen. So stand der 29jährige Märchler anfangs mit leeren Händen da. Sehr gute Gänge standen Aussetzer gegenüber, gesamthaft zu flatterhaft für einen Kranzgewinn. Dies änderte sich dann am Glarner Kantonalen, wo Kessler nach Topleistung seinen ersten Saisonkranz gewann. Noch besser sah es kurz darauf am Urner aus. Nach fünf Gängen war der Märchler so weit vorne, dass er gegen Lukas Bissig um den Schlussgang schwingen konnte. Dieser Kampf ging verloren und überraschend auch der letzte Gang. So war Eichenlaub weg und noch schlimmer, Kessler verletzte sich am Knie. Zwar kehrte der Ingenieur Mitte Juli mit der Auszeichnung auf dem Zugerberg nochmals zurück, doch die Auswirkungen seiner Knieverletzungen waren so gross, dass er schweren Herzens seine Saison abbrechen musste. Auch für den sanften Riesen gilt, das er nächste Saison hoffentlich gesund wieder ins Sägemehl steigen kann.    

Die jungen Wilden
Dass Roman Müller Wilen und Cyrill Krieg Buttikon viel Talent besitzen ist unübersehbar. Doch die beiden erst 17jährigen Bürschchen sind nicht nur talentiert, sondern auf mehreren Disziplinen aktiv. So mischen beide für den STV Tuggen im Nationalturnen in der zweithöchsten Kategorie L2 die Szene auf. Praktisch immer standen die beiden dieses Jahr auf dem Podest, oft mit Krieg zuoberst. Nur an der SM in Wollerau im September wurden die Rollen getauscht, da triumphierte Müller und Krieg wurde dritter. Beide Kämpfer sind für höheres berufen und der Sprung zur Elite auf nächste Saison schrittweise geplant. Kämpferisch vermögen die Draufgänger da zweifellos mitzuhalten, die Vorgaben bei den Vornoten sind halt in der Elite erheblich höher. Aber beiden ist auch dieser Quantensprung sicherlich zuzutrauen. Einen solchen, vom Nichtkranzer zum Kranzschwinger haben beide diese Saison schon erstaunlich früh geschafft. Bei Cyrill Krieg hat es sich in irgendwie angekündigt. Schon mit einigen Auszeichnungen im Gepäck reiste er ans Ob/Nidwaldner und kämpfte dort um den Kranz. Remis gegen den starken Urner Jonas Gisler. Nur zwei Wochen später klappte es dann am Schwyzer. Auf dem Weg zu seinem ersten Kranzgewinn bodigte der Forstwartlehrling den routinierten Kranzer Dominik Hess und trennte sich gegen die noch stärkeren Nando Durrer und David Wicki als gleich stark. Dank seinem letzten Sieg durfte sich Krieg als Fünfter den ersten Kranz aufsetzen lassen. Dass er bei der Kranzabgabe gleich neben dem Eidgenossen Adrian Walther stehen durfte, war für den Jüngling sicherlich ein erhebendes Gefühl. Hingegen war der erste Kranz von Roman Müller ein echter Paukenschlag und sorgte für Tagesgespräche am Urner. Dabei fing es harmlos an, ein Gestellter gegen einen Nichtkranzer. Doch dann vergass der Höfner wohl alles um sich. Die Kranzer Laurin Imfeld und Roger Betschart wurden sicher bezwungen. Sein Husarenstück lieferte Müller im fünften Gang. Der starke Teilverbandskranzer Christian Bucher war sein Gegner, ein Hüne gegenüber Müller. Der Zuger griff sofort an, der Höfner konterte und wie er am Boden seelenruhig den Favoriten auf den Buckel drehte, brachte manch ein Zuschauer zum Augenreiben. Der erste Kranzgewinn Müllers war schon nach fünf Gängen Tatsache, nur ein halber Punkt fehlte zu Schlussgang. Eine Riesenfreude, daran vermochte auch die abschliessende Niederlage, die ihn auf den sechsten Rang zurückspülte, nichts anzuhaben.

Die Sache mit den Comebacks
Benjamin Züger aus Wangen und Ueli Hegner aus Siebnen sind Leidensgenossen. Beide haben mit einem Kreuzbandriss eine schwere Knieverletzung hinter sich. Nach einem Startsieg erwischte es Hegner letztes Jahr am ISAF in Seedorf im zweiten Gang gegen den schwergewichtigen Eidgenossen Sven Schurtenberger. Nach gut überstandener OP stand Hegner heuer im Sommer erstmals wieder im Schwingtraining. Zuerst war für den Herbstschwingertag Siebnen sein Comeback geplant. Doch der 27jährige Landwirt ist routiniert genug um auf seinen Körper zu hören. Hegner fühlte sich noch nicht sicher genug und brach sein Vorhaben ab. Nun ist für den Familienvater zu hoffen, dass er beschwerdefrei über den Winter kommt und er nächste Saison mit seiner eleganten Technik wieder voll angreifen kann. Den 22jährigen Wangner Benjamin Züger erwischte es im letzten Dezember. Nach seiner erfolgreichen Saison 2025 ein brutaler Niederschlag für den ehrgeizigen Kämpfer. Verbissen kämpfte Züger auf eine baldige Rückkehr. Und tatsächlich, sein Tatendrang liess ihn schon an der Nationalturner SM in Wollerau wieder starten, mit Kranzgewinn. Auch am Herbstschwingertag Siebnen kämpfte Züger gut und holte die Auszeichnung. Am Abend sagte er überglücklich: «mir tut zwar jeder Muskel weh, aber das Knie das hält». Und mit viel Elan sorgte der Landwirt in Unteriberg für einen erfolgreichen Saisonabschluss.

Abschied eines stillen Kämpfers
Von Emotionen gerührt verabschiedete sich der bald 37jährige Daniel Schilter aus Wilen am Herbstschwingertag Siebnen vom aktiven Schwingsport. Der Sohn vom erfolgreichen Höfner Kranzer Meinrad Schilter kam sehr spät zum Schwingen. Als gelernter Polymechaniker verbrachte er in jungen Jahren seine Arbeitszeit immer wieder im Ausland. Erst als 23jähriger stand er regelmässig im Training. Seinen grössten Erfolg feierte Schilter am Ob/Nidwaldner Kantonalen 2017 in Beckenried. Dort holte sich der Höfner seinen ersten Kranz im sensationellen dritten Rang. Auf dem Weg dorthin kreuzte der Familienvater mit den Teilverbandskranzern Simon Zimmermann, Armin Muff und Stefan Arnold die Klingen. Um den Kranz bodigte Schilter den heute 28fachen Kranzschwinger Ueli Rohrer. Mit starken Gängen liess der Höfner immer wieder seine Klasse aufblitzen, für einen weiteren Kranzgewinn fehlte ihm aber die Konstanz. Schilter beklagte sich nie, seine stets ruhige und faire Art dient heute vielen Jungen als Vorbild. Auch in seiner letzten Saison schnupperte der Höfner nochmals Kranzluft, am Ob/Nidwaldner sogar zweimal. Beide Kämpfe gingen aber für Schilter verloren aus. Mit vier Siegen und dem sechsten Rang durfte er in Siebnen einen würdigen Abschluss erleben.

Der Auszeichnungshamsterer
Ein erster Kranzgewinn blieb ihm bisher noch verwehrt, doch mit elf Stück erarbeitete sich der Wangner Lukas Hüppin am meisten Auszeichnungen der Saison. Der 22jährige Landwirt zeigte sich enorm schwingfreudig. Ein richtiges Vorbild, selbst für gestandene Kranzschwinger. Hüppin ist enorm trainingsfleissig und hat über 20 Wettkämpfe absolviert. Vom Hallenschwinget Niederurnen im Februar, bis Unteriberg im Oktober, ist Hüppin gesund, tritt er zum Wettkampf an. Eine Tatsache, an der sich die meisten Ausserschwyzer Schwinger eine dicke Scheibe abschneiden könnten. Hüppins Prunkstück ist seine Verteidigung. Mit seinem untersetzten Körperbau hat sich der Märchler eine eigene spezielle Verteidigung angeeignet, an der sich schon viele Kranzer, darunter Kilchbergteilnehmer und Kranzfestsieger die Zähne ausbissen. Was fehlt dem sympathischen Kämpfer um selber ein Kranzer zu werden? Nicht mehr viel. Ein sogenannter Killerschwung wäre gut, wie Hüppins Maximalnoten bringender Hochschwung. Wenn Hüppin diesen perfektionieren kann und in gewissen Situationen etwas mehr Mut zum Risiko zeigt, wird auch er sein erstes Eichenlaub erkämpfen.
HRU        

Schönbächler Martin bezwingt den König Orlik Armon im Schlussgang in Unteriberg. Zwei Auszeichnungen für den SKMH

Erster Festsieg für Martin Schönbächler
Der Herbstschwingertag Unteriberg endete mit einer Überraschung. Martin Schönbächler besiegte im Schlussgang König Armon Orlik und gewann erstmals ein Aktivfest. Für die Ausserschwyz holten Benjamin Züger und Lukas Hüppin eine Auszeichnung.
 
Auch dem letzten Freiluftfest dieses Jahres, waren ideale Bedingungen beschieden. Bei warmem, herrlichen Herbstwetter trafen sich nochmals 54 Wettkämpfer vor zahlreichen Zuschauern zum gemütlichen Saisonausklang am Herbtschwingertag in Unteriberg. Der als Gast antretende amtierende Schwingerkönig Armon Orlik, galt als haushoher Favorit im Feld. Und es sah auch lange nach einem souveränen Durchmarsch des Bündners aus.
 
Orlik und Heinzer zur Halbzeit makellos
Im Anschwingen traf König Orlik auf den aufstrebenden Einsiedler Martin Schönbächler. In diesem Spitzenduell behielt Orlik nach spannendem Kampf das bessere Ende für sich. Von den Favoriten waren im ersten Gang Benno Heinzer gegen Jerome Rohrbach siegreich, genau wie Marco Ulrich gegen Benjamin Züger, Michael Ulrich gegen Kevin Steinauer und Ronny Heinzer gegen Reto Pfyl. Armon Orlik bezwang in der Folge Marco Ulrich und Ronny Heinzer sicher und setzte sich mit drei Siegen zur Halbzeit an die Spitze. Zu ihm gesellte sich punktegleich der Goldauer Titelverteidiger Benno Heinzer, der Severin Steiner und Cornel Laimbacher sicher bezwang. Leicht dahinter lag der Ibächler Michael Ulrich, nach den weiteren Siegen gegen Stephan Grab und Jonas Odermatt ebenfalls mit drei Siegen. Der Einsiedler Lokalmatador Martin blieb nach seiner Startniederlage nach zwei Siegen gegen Andre Betschart und Maurus Schelbert als Verfolger in Tuchfühlung mit dem Führungstrio.
 
Grosse Überraschung im Schlussgang
Der vierte Gang erbrachte wichtige Resultate. König Armon Orlik warf mit seinem Sieg Vorjahressieger Benno Heinzer aus dem Rennen. Michael Ulrich überraschte weiter und landete gegen Reto Pfyl ebenfalls seinen vierten Sieg. Martin Schönbächler bettete Severin Steiner platt ins Sägemehl und arbeitete sich auf den dritten Zwischenrang vor. Im fünften Gang gab König Orlik weiterhin den Tarif durch, bezwang Michael Ulrich und stand mit fünf Siegen als Führender im Schlussgang. Zu ihm gesellte sich Martin Schönbächler, der Ronny Heinzer mit einer weiteren Zehn besiegte. Benno Heinzer, Samuel Steinauer, Marco und Michael Ulrich konnten nach fünf Gängen ebenfalls vier Siege vorweisen, hatten aber zu tiefe Noten. Somit stand für die Zuschauer der Traumschlussgang fest, der Publikumsliebling Schönbächler gegen König Orlik. Und der 19jährige Einsiedler Landwirt sorgte für ein sensationelles Happyend. Nach rund drei Minuten griff Orlik mit Kurz an, allerdings zu wenig energisch. Schönbächler nutzte diese Situation kaltblütig aus, konterte mit Stich und Überstossen und warf am Platzrand den verdutzten Bündner ins Sägemehl. So durfte sich Schönbächler erstmals als Festsieger bei den Aktiven ausrufen lassen. Die Freude darüber war gross, den ersten Festsieg gleich gegen einen amtierenden König zu erreichen, dies kann nicht mancher Schwinger von sich behaupten. Hinter dem strahlenden Sieger klassierte sich Armon Orlik als zweiter, der Gersauer Marco Ulrich wurde nach einem Sieg gegen den Willerzeller Samuel Steinauer dritter. Benno Heinzer und Michael Ulrich verpassten durch ihr abschliessendes Remis einen absoluten Spitzenplatz.
Auszeichnung für Benjamin Züger….
Der Wangner Kranzer Benjamin Züger musste viel durchmachen in diesem Jahr. Nach einer tollen Saison 2025 folgte ein verhängnisvolles Training mit der niederschmetternden Diagnose Kreuzbandriss. Nach der erfolgreichen OP arbeitete Züger hart an seinem Comeback. Sein unbändiger Ehrgeiz trieb den flotten Turnerschwinger schon sehr früh wieder ins Sägemehl. So nahm er schon an der Nationalturner SM in Wollerau im September wieder teil, mit Kranzgewinn. Auch am Herbstschwingertag Siebnen holte er sich die Auszeichnung. Auch wenn die Bewegungsabläufe noch nicht hundertprozentig fliessen, Zügers Knie scheint den Belastungen standzuhalten. So entschied er sich auch kurzfristig zur Teilnahme im Ybrig. Züger verlor zum Auftakt gegen Marco Ulrich. Im zweiten Gang konnte er die starke Verteidigung des zähen Nichtkranzers David Suter nicht durchbrechen, gestellt. Valentin Arnold im dritten wurde sicher bezwungen, ehe es gegen Samuel Steinauer die zweite Niederlage absetzte. Züger reagierte daraufhin gekonnt, mit zwei Plattwürfen gegen Flurin Knutti und Manuel Suter holte sich der Märchler die Auszeichnung sicher im siebten Rang.
 
…und elfte Auszeichnung von Lukas Hüppin
Gleich dahinter klassierte sich Lukas Hüppin. Der Wangner blieb das ganze Jahr unverletzt und zeigte sich enorm schwingfreudig. In Sachen Schwingfestteilnahmen könnten sich viele Kranzschwinger eine dicke Scheibe vom Wangner Nichtkranzer abschneiden. Hüppin eroberte sich nämlich in Unteriberg seine schon elfte Auszeichnung. Der Märchler besiegte zum Auftakt Manuel Suter, gegen Jonas Auf der Maur trennte er sich als gleich stark. Nach einem weiteren Sieg gegen Sandro Ulrich folgte die einzige Niederlage gegen Ronny Heinzer. Nach einem weiteren Remis gegen Jonas Odermatt sicherte sich Hüppin mit einem Plattwurf gegen Florian Kündig die Auszeichnung im achten Rang. Vom Schwingklub March-Höfe waren mit Mathis Bamert Tuggen, Oliver Hasler Schübelbach, Philipp Keller Schübelbach, Adrian Müller Wilen und Severin Mächler Vorderthal fünf weitere Schwinger am Start, welche jedoch die Auszeichnungsränge verpassten.
HRU
 
 
für alle Bilder bitte Bild anklicken
Ein goldiger Herbstschwingertag: Michael Gwerder siegt in Siebnen

 
 
Bestes Herbstwetter, ein starkes Teilnehmerfeld, perfekte Organisation, grossartige Stimmung, spannender Schwingsport und ein würdiger Sieger. Anders kann man den 88.Herbstschwingertag Siebnen nicht beschreiben. Und als absoluter Höhepunkt besiegte der Schwyzer Michael Gwerder den Zuger Christian Bucher vor rund 3200 Zuschauern nach 20 Sekunden mit Kurz.
 
 
Frühes Aus von Bruhin und fünf Auszeichnungen für die Gastgeber
 
Heimfavorit Fredy Bruhin startete eigentlich sensationell in den Tag. Mit einem gewaltigen Rechts-Kurz bezwang er den Eidgenossen Nick Alpiger platt. Doch aufgrund von Rückenproblemen musste er nach dem Sieg den Wettkampf leider vorzeitig abbrechen. Auf jeden Fall merkt man in den Auszeichnungsrängen die Abwesenheit der heimischen Kranzer Joel Kessler, Ueli Hegner, Alex Huber sowie den frühen Wettkampfabbruch von Fredy Bruhin. Trotzdem darf man mit der Teamleistung des SKMH zufrieden sein, sicherten sich die Ausserschwyzer doch insgesamt fünf Auszeichnungen.
 
Daniel Schilter klassierte sich mit vier gewonnenen, einem gestellten sowie einem verlorenen Gang auf dem tollen sechsten Rang. Einzig gegen den Eidgenossen Nick Alpiger musste er sich das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Nach seiner Verletzung zeigte auch Benjamin Züger eine überzeugende Leistung und beendete das Fest auf dem achten Rang. Der junge Siebner Fabian Dobler wusste mit offensivem Schwingen zu überzeugen und sicherte sich auf dem elften Rang ebenfalls die Auszeichnung. Auf dem gleichen Rang klassierte sich der Schübelbachner Alexander Schnellmann. Über die letzte Auszeichnung durfte sich der junge Buttikoner Cyrill Krieg freuen.
 
Lukas Hüppin, Roman und Adrian Müller, Mathis Bamert, Alex Spiess, Remo Huber, Philipp Keller und Severin Mächler zeigten zwar gute Ansätze, verpassten aber die Auszeichnungsränge. Für Cyrill Spiess, Noah Diethelm, Martin Vogel und Lukas Büeler war der Wettkampf nach vier Gängen vorbei. Oliver Hasler startete zwar gut in den Tag, musste aber den Wettkampf nach vier Gängen verletzungsbedingt abbrechen.
 
 
Rücktritt vom aktiven Schwingsport
 
Nach über 13 Jahren im aktiven Schwingsport,
 
rund 70 Schwingfesten und unzähligen Trainings hat der Wiler Sennenschwinger Daniel Schilter am gestrigen Herbstschwingertag seine Zwilchhosen an den Nagel gehängt. Mit seinem Rücktritt endet eine lange und engagierte Zeit im Sägemehl. Ganz aus der Schwingerfamilie verabschiedet sich Daniel Schilter jedoch nicht. Dem Schwingklub March-Höfe bleibt er weiterhin eng verbunden: Als Sekretär des Vorstands, als geschätztes OK-Mitglied sowie als Mitglied des Rechnungsbüros bei allen drei klubeigenen Schwingfesten wird er sich auch künftig für den Schwingklub March-Höfe einsetzen.
 
Der Schwingklub March-Höfe bedankt sich bei Daniel Schilter für seinen langjährigen Einsatz und seine wertvolle Unterstützung und hofft, noch viele Jahre auf ihn zählen zu dürfen.
Photoshooting Schwinghalle Schübelbach 22.09.2026
Siegermuni Lupo steht bereit!
 
Bald ist es so weit, am Sonntag, 27. September 2026 führt der Schwingklub March – Höfe den bekannten 88. Herbstschwingertag in Siebnen durch. Nach einer langen Saison werden die ca. 170 gemeldeten Schwinger zum Abschluss das Sägemehl nochmals zünftig stieben lassen.
 
Das OK unter der Leitung von OKP Benno Züger ist bereit und die Vorarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Wie immer werden zwei Tribünen erstellt, damit eine optimale Sicht auf die vier Sägemehlplätze gewährleistet ist. Das OK hat alles unternommen, um den Ansprüchen der hoffentlich zahlreich erscheinenden Zuschauerinnen und Zuschauer gerecht zu werden. Sollte das Wetter nicht ganz mitspielen, gibt’s mit dem Festzelt beim Schwingplatz und der Turnhalle beim MPS genügend trockene Plätze. Auch die mit viel Einsatz geführte Festwirtschaft unter der Leitung von Philipp Düggelin wird alles daransetzen, um alle Festbesucher zu verpflegen.
Der Beginn ist auf 8:30 Uhr angesetzt und es ist kein Verschiebedatum vorgesehen.
 
Folkloristische Unterhaltung
Ein Schwingfest ist nicht nur schwingen, selbstverständlich darf auch die Folklore nicht fehlen. Mit dem Jodelklub Sängertreu Siebnen, den Fahnenschwinger Hanspeter Barmettler mit Begleitung, Alphornduo Stockberg-Echo und der Einscheller-Vereinigung der March wird den Festbesuchern ein gemütliches Rahmenprogramm geboten. Nach dem Schlussgang wird in der Turnhalle das Ländlertrio Bründler-Bürgler für Unterhaltung sorgen. Und auch die beliebte Hosälupfbar wird ihren Betrieb aufnehmen.
 
Vier Eidgenossen und starke Kranzer am Start
Wer gewinnt die drei Lebendpreise Muni „Lupo“, Rind „Tilda“ und Kalb „Osina“?
Diese Frage ist noch offen und wird am kommenden Sonntag beantwortet. Mit Sicherheit kann man aber sagen, dass in Siebnen hochkarätige Schwingerkost gezeigt wird, denn die Qualität des Teilnehmerfeldes darf sich durchaus sehen lassen, sind doch über ein Drittel aller Teilnehmer Kranzschwinger. So sind von den antretenden Schwingern aus dem Innerschweizer-, Nordost- und Nordwestschweizer-Schwingerverband, derzeit vier Eidgenossen und zahlreiche Schwinger, die eine starke Saison zeigten gemeldet. Somit ist Spannung im Kampf um den Tagessieg garantiert.
 
Aus dem Lager der Nordwestschweizer wird der Eidgenosse Nick Alpiger erwartet. Er wird begleitet von den Kranzern Niklaus Scherrer, Johann Scherrer, Moritz Buchmann, Timo Gisler und Janis Schick
 
Die Anmeldeliste der Schwyzer bringt Freude auf. Sie werden angeführt von den beiden Eidgenossen Michael Gwerder und Silvan Appert. Aber auch weitere starke Kranzer wie Martin Schönbächler, Bruno Schürpf, Pirmin Suter, Lukas von Euw und Benno Heinzer werden für interessante Gänge sorgen. Es werden aber auch sicherlich die restlichen Kranzer und Nichtkranzer mit einer offensiven Schwingart probieren die Gänge für sich zu entscheiden.
 
Die Zuger entsenden die starken Kranzer Christian, Roland und Thomas Bucher, Simon Gabriel und Philipp Müller
Die Ob- und Nidwaldner entsenden den zähen Kranzer Christian Zemp, Stefan Wolf, Marcel Ettlin, Dominik Hess und Jérome Rohrbach.
Vom Lager der Urner wird Marco Herger am Start sein.
 
Auch die Anmeldeliste der Nordostschweizer kann sich sehen lassen. Aus dem Nordostschweizer Verband ist der Eidgenosse und Kilchbergsieger Damian Ott am Start. Er wird unterstützt von Patrick Feldmann, Pascal Heierli, Gian Maria Odermatt, Nicola Wey und Sandro Fitze.
 
Starke Lokalmatadoren in Siebnen
Spannung verspricht auch der Auftritt des Schwingklub March-Höfe. Angeführt wird das starke Aufgebot des SKMH von Fredi Bruhin. Der Kilchberg-Teilnehmer blickt wieder auf eine erfolgreiche Saison zurück und möchte auch in Siebnen für Akzente sorgen. Erfreulicherweise sind mit Ueli Hegner und Benjamin Züger zwei weitere starke Athleten rechtzeitig zum Heimanlass wieder fit. Das Trio wird alles daran setzen, den Gastfavoriten das Leben schwer zu machen und vielleicht für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.
 
Doch auch auf Cyrill Krieg und Roman Müller darf man ebenso gespannt sein wie auf die starken Nichtkranzer Mathis Bamert, Alexander Schnellmann, Lukas Hüppin und Oliver Hasler. Sie alle möchten vor heimischem Publikum ihr Können unter Beweis stellen und für den einen oder anderen Höhepunkt sorgen.
 
Für den Höfner Kranzer Daniel Schilter wird der diesjährige Herbstschwingertag das letzte Schwingfest seiner Schwingkarriere sein.
 
Die Vorzeichen stehen damit gut für einen spannenden Herbstschwingertag in Siebnen mit hochstehendem Schwingsport und packenden Zweikämpfen. Bleibt einzig zu hoffen, dass auch Petrus den Schwingern wohlgesinnt ist und den Anlass mit angenehmem Herbstwetter begleitet.
Stefan Gemsch
 
    
 
 
Giger Samuel gewinnt den Kilchberger Schwinget zum 2. mal. Fredi Bruhin wird 16.
Starke Innerschweizer am Kilchberger
Was mussten die Innerschweizer Schwinger im Vorfeld des Saisonhöhepunkts alles über sich ergehen lassen. Von Experten belächelt und kaum ernstgenommen. Doch am Ende kam vieles anders, dies auch dank tollen Schwyzer Leistungen.
 
Nach dem ISV-Aderlass durch die Rücktritte von König Joel Wicki, Pirmin Reichmuth, Christian Schuler und Mike Müllestein auf diese Saison hin, kam es in der Innerschweiz zu einem Neuaufbau der Hierarchien. Leute wie Lukas Bissig, Michael Gwerder, Marcel Bieri und Marc Lustenberger hatten fortan das Sagen. Nur im Vergleich zu den anderen Teilverbänden musste das ISV-Team dieses Jahr mehrmals untendurch.
 
Der ISV strafte Kritiker Lügen
Dies führte dazu, dass viele Experten im Vorfeld des Kilchberger Schwinget, die Innerschweizer gar nicht beachteten. Von den Favoriten aus der Ostschweiz und Bernbiet war die Rede, das ISV-Team wurde von einigen höchstens milde belächelt. Ja einige sogenannte Experten befürchteten gar eine peinliche Pleite und kritisierten die hohe Anzahl von 16 Kilchberger Startern. Der ISV sei zu schwach und müsse dringendst einige Startplätze den anderen Teilverbänden abgeben. Doch das ISV-Team liess sich ab den sonderbaren Aussagen nicht beirren und zogen locker und unbeschwert in den harten Wettkampf. Die Innerschweizer trumpften richtig gross auf. So stellten sie mit Marcel Bieri einen Schlussgangteilnehmer und gewannen durch Marcel Bieri, Lukas Bissig, Joel Ambühl und Michael Gwerder auch die virtuelle Kranzbilanz auf 18% gerechnet. Zudem schieden nach vier Gängen mehr Berner aus als Innerschweizer.  
 
Marcel Bieri, per Augenweide in den Schlussgang
Der Zuger Marcel Bieri hat sich am Kilchberger in die Herzen der meisten Zuschauer geschwungen. Der stets sympathische Lehrer zauberte am Zürichsee mehr als er schwang. Mit einem haushohen runden Kurz wurde Lario Kramer im ersten Gang platt bezwungen. Die schnelle Niederlage gegen Damian Ott im zweiten Gang war schnell verdaut. Auch der Verteidigungskünstler David Scheuner im dritten Gang wurde sehenswert bezwungen und im vierten Gang auch Josias Müller wieder mit einem himmelhohen Kurz platt besiegt. Das absolute Bijou aber lieferte Bieri im fünften Gang gegen Armon Orlik ab. Wie er den amtierenden König nach rund zwei Minuten riskant unter höchstem Druck mit einem herrlichen Schlungg platt auf den Rücken schleuderte, begeisterte alle. Auch wenn Bieri sich im Schlussgang am Ende dem stärksten Mann auf dem Platz, Samuel Giger, beugen musste, bedeutete dieser Kilchberger Schwinget seinen wohl grössten Erfolg. Trotz Schlussgangniederlage blieb dem Zuger der zweite Rang, versüsst mit dem wohlverdienten Schönschwingerpreis.
 
Tolle Schwyzer Teamleistung
Der Schwyzer technische Leiter Marcel Steinauer war am Abend sicherlich guter Stimmung, denn seine sechs Athleten vertraten unseren Kanton äusserst würdig. So schafften alle den schweren Sprung in den Ausstich und durch Michael Gwerder und Patrick Betschart gab es zwei Topplatzierungen. Für Michael Gwerder aus Brunnen begann das Anschwingen unglücklich. Gegen Sinisha Lüscher war Gwerder mehrmals nah am Sieg, wurde aber zuletzt noch überrumpelt. Auch gegen Johann Borcard war Gwerder andauernd am Drücker, bezwingen konnte er den Verteidigungskünstler aber nicht, gestellt. Beirren liess sich Gwerder davon aber nicht, so wurden im dritten Gang Remo Rutsch und im vierten der starke Joel Strebel sehenswert bezwungen. Dadurch arbeitete sich der Chauffeur wieder nach vorne, hatte im fünften Gang sogar noch minime Schlussgangchancen, genau wie sein Gegner Fabian Staudenmann. Gwerder lieferte gegen den Berner Topfavoriten einen tollen Kampf ab. Gwerder verteidigte gut, lancierte selber giftige Nadelstiche und erreichte gegen den enttäuschten Berner ein gerechtes Remis. Und im letzten Gang wurde Romain Collaud mit einem wild entschlossenen Kurz schnell bezwungen. So sicherte sich Gwerder mit dem fünften Rang eine Topklassierung.
 
Schon wieder der Mann der grossen Feste
Patrick Betschart hat es wieder getan. Schon am Unspunnenfest 2023 und am Jubiläumsfest 2024 in Appenzell lieferte der Immenseer Topresultate ab. Einzig der knapp verpasste Kranz am ESAF Mollis 2025 passt nicht ganz ins Bild. Doch am Kilchberger zeigte der Landwirt auf, dass er eines Eidgenossen würdig ist. Zu Beginn wurde Paul Tornare schnell bezwungen. genauso schnell erfolgte der Taucher im zweiten Gang gegen Marius Frank. Sein persönliches Glanzstück lieferte Betschart im dritten Gang gegen Matthias Aeschbacher ab. Mit einem herrlichen Knietätsch gewann der Schwyzer platt und stiess den Berner Spitzenmann tief ins Elend. Dieser gab nach seiner dritten Niederlage frustriert den Wettkampf auf. Im fünften Gang verlor Betschart in einem offenen Schlagabtausch in den letzten Sekunden gegen Josias Müller und zum Abschluss wurde der körperlich angeschlagene Johann Borcard platt bezwungen. So erreichte Betschart den achten Schlussrang, in dem Feld ein sehr achtbares Resultat.
 
Bruhin erreicht den Ausstich
Die übrigen vier Schwyzer vermochten an der Spitze nicht mitzuhalten, waren aber alle mindestens einmal siegreich und qualifizierten sich so für den Ausstich, was beim Kilchberger keine Selbstverständlichkeit ist. Der Goldauer Lukas Heinzer klassierte sich mit zwei Siegen, einem Remis und drei Niederlagen im Mittelfeld im 13. Rang. Gleich hinter ihm lag der Ingenbohler Eidgenosse Silvan Appert mit einem ausgeglichenen Notenblatt von je zwei Siegen, Remis und Niederlagen. Fredi Bruhin erreichte gegen Janos Bachmann einen sehenswerten Sieg. Gegen Dominik Gasser, Etienne Burger und Leandro Nägeli trennte sich Bruhin als gleich stark und gegen Andy Signer und Lario Kramer musste er als Verlierer vom Platz. Am Ende klassierte sich Bruhin im 16. Rang. Im 18. Rang klassierte sich Martin Schönbächler. Der junge Einsiedler erreichte ein Sieg, ein Remis und vier Niederlagen.
HRU
 

2. Auszeichnungen am Kilbischwinget Einsiedeln für den SKMH
Erster Sieg für Lukas von Euw am Chilbischwinget
 
Der Chilbischwinget in Einsiedeln war ein Rangfest zum Geniessen. Attraktiver Schwingsport, viele Zuschauer, herrliches Wetter und mit dem Ingenbohler Lukas von Euw ein verdienter Sieger, liess keine Wünsche offen.

 
Man durfte gespannt sein, ob der Märchler Fredi Bruhin seinen Vorjahressieg in Einsiedeln wiederholen könnte. Denn die Konkurrenz war dieses Jahr stark und zahlreich vertreten. Nebst Bruhin nahmen mit Lukas Heinzer, Sven Lang, Roman Wandeler, Roland Reichmuth, Patrick Betschart und dem einheimischen Martin Schönbächler gleich sieben Innerschweizer Athleten teil, die für den Kilchberger Schwinget selektioniert wurden. Weiter nahmen unter den knapp 70 Schwingern noch weitere namhafte starke Kranzer am Wettkampf teil, was viele gutgelaunte Zuschauer an den idyllischen Festplatz unter schattigen Bäumen lockte.

 
Es wurde offensiver Schwingsport geboten
 
Und die Favoriten schenkten sich von Beginn an nichts. Der Ingenbohler Lukas von Euw überrumpelte zum Auftakt gekonnt den Luzerner Eidgenossen Sven Lang, Lukas Heinzer bezwang Thomas Bucher und Fredi Bruhin fertigte Beat Suter platt ab. Hingegen neutralisierten sich Roman Wandeler gegen Patrick Betschart und Roland Reichmuth gegen Martin Schönbächler, was zu zwei Remis führte. Der zweite Gang erbrachte dann schon das erste prominente Opfer, nach seinem zweiten Remis gegen Bruno Schürpf fiel der letztjährige Schlussgangteilnehmer Martin Schönbächler früh aus dem Rennen. Lukas von Euw verlieh der Eidgenossensieg zu Beginn Auftrieb und der 24jährige Zimmermann lag nach den Siegen gegen Kevin Steinauer und Jan Walker zur Halbzeit in Führung. In einem offenen Schlagabtausch trennten sich Fredi Bruhin und Lukas Heinzer Remis, lagen aber zur Halbzeit noch voll im Rennen, genau wie die übrigen Favoriten, die nach ihren ersten Punkteverlusten wacker aufholten.

 
Spannender Schlussgang mit würdigem Sieger
 
Der vierte Gang erwies sich für den weiteren Verlauf als vorentscheidend. Der Führende Lukas von Euw trennte sich von Roman Wandeler remis und spickte damit den Luzerner aus dem Rennen. Roland Reichmuth bezwang Fredi Bruhin und beraubte den Märchler von seinen erneuten Siegchancen. Lukas Heinzer und Sven Lang nahmen sich mit ihrem Remis ebenfalls aus dem Rennen. In diesem blieb weiterhin der Immenseer Patrick Betschart, der den Bündner Gast Niklas Lötscher platt abfertigte. So lagen im fünften Gang alle Augen auf von Euw und Betschart. Zurecht, Patrick Betschart bezwang mit kraftvoller Arbeit Roland Reichmuth und stand im Schlussgang. Ihm folgte Lukas von Euw, dank seines überzeugenden Sieges gegen Thomas Bucher. Für den Schlussgang war Spannung vorprogrammiert. Beide Schwinger standen mit 48,25 Punkten im Schlussgang, bei einem Remis drohte die Gefahr den Tagessieg mit Roland Reichmuth zu teilen, oder bei schlechten Noten gar ganz zu verlieren. Doch daran dachten beide nicht, sondern suchten vehement den Sieg. Von Euw mit kraftvollen Standschwüngen, Betschart mit seinem gefürchteten Knietätsch. Und nach rund vier Minuten wurde die spannende Ausmarchung entschieden. Von Euw griff energisch mit Kurz an, schob einen Kniestich hinterher und kam zum gültigen Resultat. So durfte sich der 14fache, talentierte Kranzschwinger erstmals als «richtiger» Festsieger ausrufen lassen. In Zeiten der Corona Massnahmen gewann von Euw schon ein sogenanntes U-20 Schwingfest, nun in Einsiedeln triumphierte der Mythenverbändler erstmals an einem Rangfest mit normalen Bedingungen. Die Schlussrangliste bot ein hochstehendes Profil schon fast wie an einem Kranzfest. Der Zuger Roland Reichmuth wurde zweiter, Schlussgangverlierer Betschart und Fredi Bruhin gemeinsam dritte und Eidgenosse Sven Lang vierter. Man musste schon bis in den siebten Rang hinuntergehen um den besten Nichtkranzer zu finden, dies war der Wangner Lukas Hüppin.

 
Solide Leistung von Fredi Bruhin
 
Fredi Bruhin aus Siebnen verpasste zwar seine Titelverteidigung in Einsiedeln, bot aber mit dem dritten Rang eine weitere starke Leistung. Wie Bruhin im ersten Gang Beat Suter im «Buur» abhob und zur Zehn warf, war technisch hochstehend. Genau wie im zweiten Gang gegen Lukas Heinzer, wo Bruhin nach hohen Linkskurzzügen am Boden den Sieg nur knapp verpasste und stellte. Im dritten Gang gab es für den Märchler gegen den jungen Maurus Schelbert eine weitere schnelle Zehn. Im vierten Gang kam der athletische Turnerschwinger gegen Roland Reichmuth nicht wie gewünscht zurecht und musste sich nach Ganghälfte durch einen kraftvollen Kurz am Boden geschlagen geben. Nach dieser Niederlage war der Sieg zwar weg für Bruhin, doch mit zwei sicheren Siegen im Ausstich gegen Cyrill Styger und Matthias Hürlimann erarbeitete sich der Märchler mit dem dritten Rang ein sonniges Plätzchen auf der Schlussrangliste.

 
Auszeichnung für zähen Lukas Hüppin
 
Der Wangner Lukas Hüppin startete mit einem Plattwurf gegen Colin Suter optimal. Gegen den erfahrenen Kämpfer Thomas Bucher gab es im zweiten Gang die erste Niederlage für Hüppin. Trotz viel Aufwand im dritten Gang gegen Patrick Emmenegger blieb Hüppin der erhoffte Sieg verwehrt. Dafür wurde Maurus Schelbert im vierten Gang sicher bezwungen. Im fünften Gang verblüffte der Märchler einmal mehr durch seine defensiven Fähigkeiten. Gegen den überlegenen Roman Wandeler musste Hüppin stets untendurch, bezwingen liess er sich aber noch lange nicht. Erst in den allerletzten Sekunden musste sich Hüppin am Boden nach hartem Kampf noch bezwingen lassen. Darüber sichtlich erleichtert vergass der Luzerner Kantonalfestsieger Wandeler dem sympathischen Märchler gar noch das Sägemehl abzuputzen. Im letzten Gang offenbarte der Märchler noch einmal seine offensiven Fähigkeiten. Mit einem herrlichen Hochschwung bezwang Hüppin seinen Gegner Sandro Ulrich platt und sicherte sich so die Auszeichnung verdient im siebten Rang. Die Auszeichnung verpassten Fabian Dobler (Siebnen) und Severin Mächler (Vorderthal). Dobler erreichte zwei Siege, ein Remis und drei Niederlagen, Mächler erkämpfte sich ein Sieg, zwei Remis und drei Niederlagen.
 
HRU
Joel Ambühl siegt auf der Melchsee Frutt

Bei strahlendem Sonnenschein und bestem Schwingerwetter fand heute, am 9. August 2026, das Frutt-Schwinget auf der wunderschönen Melchsee-Frutt statt.
Rund 91 Schwinger aus der ganzen Innerschweiz sowie Gäste aus Siehen, Meiringen und Hasliberg stiegen in die Zwilchhosen und sorgten für spannende und packende Zweikämpfe im Sägemehl.
Am Ende des Tages standen sich Ambühl Joel vom Schwingklub Wiggertal und Gasser Domenik vom Schwingklub Siehen im Schlussgang gegenüber. Nach 03.39 Minuten konnte Ambühl Joel_seinen Kontrahenten mit Kurz Fussstich bezwingen und sich damit den Festsieg am Frutt-Schwinget 2026 sichern. Neben dem Festsieg durfte er sich auch über das Siegerrind «Enrica» freuen, welches von der Familie Aufdermauer in Kerns, Burgholz, gezüchtet wurde.
Auch nebst dem Sägemehl war für die rund 1’200 Festbesucherinnen und Festbesucher bestens gesorgt. Unsere Festwirtschaft bot feine Verpflegung, während Alphornbläser, die Fahnenschwinger,der  Jodlerclub Fruttklänge Kerns sowie das Ländlertrio Echo vom Loiwital für musikalische Unterhaltung sorgten.

Damian Ott, Sieger am Ricken Schwinget. Fredi Bruhin im 4. Rang und Cyrill Krieg im 6. Rang
Damian Ott siegt auf dem Ricken, Bruhin wieder stark
119 Schwinger nahmen am traditionellen Rickenschwinget vor zahlreichen Zuschauern teil. Sie konnten beobachten wie der St.Galler Oberländer Marco Good in den ersten fünf Gängen mit fünf Siegen davonzog. Dreiviertel Punkte zurück qualifizierte sich der Toggenburger Eidgenosse Damian Ott mit vier Siegen und einem Remis. Im Schlussgang behielt Ott das bessere Ende für sich und fing Good auf der Ziellinie noch ab. Dem Schlussgangverlierer blieb am Ende der verdiente zweite Rang, vor Mario Schneider als dritter und Fredi Bruhin als bester Schwyzer im vierten Rang. Fredi Bruhin lieferte eine weitere starke Leistung ab. Der Start gelang dem Märchler dank den Siegen gegen Christian Bernold und Tobias Signer optimal. Im Spitzenkampf traf Bruhin auf Damian Ott. Der Polizist aus Siebnen musste auch im bereits dritten Duell gegen den Kilchbergsieger als Verlierer vom Platz. Beirren liess er sich dadurch aber nicht. Mit drei Siegen am Nachmittag gegen Daniel Gasenzer, Marcel Mösli und Jan Mannhart sicherte sich Bruhin verdient den vierten Rang.

Die jungen Ausserschwyzer Kranzer kämpften gut
Cyrill Krieg (Buttikon) und Roman Müller (Wilen) erlebten dieses Jahr mit ihrem frühen ersten Kranzgewinn spezielle Momente. Und die beiden 17jährigen Ausserschwyzer versteckten sich auf dem Ricken überhaupt nicht. Im Gegenteil, Krieg lieferte mit dem sechsten Rang ein Topergebnis ab. Der Märchler erreichte vier Siege gegen Jonas Lenherr, Simon Loser, Ronny Zahner und Joel Steiner. Zum zweiten Mal innert 24 Stunden traf Krieg auf den starken Teilverbandskranzer Patrick Kurmann. Nach dem Remis vom Vortag, musste sich Krieg diesmal nach zäher Gegenwehr bezwingen lassen. Roman Müller sicherte sich die Auszeichnung im elften Rang. Müller stellte im ersten Gang gegen das Rapperswiler Urgestein Remo Büchler. Gegen Jan Schnyder, Lukas Steiner und Simon Walser blieb Müller siegreich. Gegen Daniel Elmer und im letzten Gang gegen den Eidgenossen Roger Rychen, musste sich Müller das Sägemehl abwischen lassen. Im 13. Rang sicherte sich Lukas Hüppin gerade noch die Auszeichnung. Dabei bestach der Wangner wieder durch seine solide Verteidigung. Florian Schneider und Silvio Buschor wurden bezwungen, von Mirco Brunner, Ronny Zahner, sowie den starken Kranzern Nicola Graf und Michael Bernold, trennte sich Hüppin als gleich stark. Fabian Dobler (Siebnen), Mathis Bamert (Tuggen), Philipp Keller und Oliver Hasler (beide Schübelbach) kämpften wacker mit, verpassten aber die Auszeichnung.
HRU   
Der König beehrt den Bachtelschwinget und gewinnt das Fest. Auszeichnung für Cyrill Krieg im 6. Rang
König Orlik gewinnt auf dem Bachtel
Am Nationalfeiertag pilgerten rund 1300 Zuschauer an das beliebte Bachtelschwinget oberhalb von Hinwil. Als prominenter Gast figurierte König Armon Orlik auf der Startliste. Der Bündner nahm seine Favoritenrolle ernst und gewann die ersten drei Gänge gegen Gian Maria Odermatt, Nicola Funk und Patrick Kurmann. Im vierten Gang musste Orlik gegen den von einer Verletzung zurückgekehrten Eidgenossen Fabian Kindlimann ein Remis hinnehmen, qualifizierte sich aber trotzdem gegen Arjuna Fuster sicher für den Schlussgang. In diesem bezwang der König nochmals Nicola Funk und durfte sich als Sieger ausrufen lassen. hinter Orlik klassierten sich Sandro Gmür und der Willerzeller Samuel Steinauer als zweite, Funk wurde dritter. Der Buttikoner Cyrill Krieg sicherte sich die Auszeichnung im sechsten Rang. Der Märchler erreichte drei Siege gegen Luc Bossert, Noah Weber und Silvan Sutter, ein Remis gegen den Teliverbandskranzer Patrick Kurmann und zwei Niederlagen gegen Gian Maria Odermatt und Nay Kyron. Der Wangner Lukas Hüppin verpasste die Auszeichnung durch das Remis im letzten Gang gegen den Kranzer Marc Hänni. Nicht mehr um die Auszeichnung schwingen konnten Severin Mächer (Vorderthal) und Martin Vogel (Wangen).
HRU

Fredi Bruhin definitiv am Kilchberger dabei
Anfangs Woche selektionierte die technische Kommission des Innerschweizer Verbands ihre Athleten für den Kilchberger Schwinget vom Samstag 5. September. Der ISV ist am alle sechs Jahre stattfindenden Saisonhöhepunkt, wo die besten 60 Schwinger des Landes kämpfen, mit 16 Athleten vertreten, zusätzlich wurden drei Ersatzschwinger nominiert.
Was aufgrund der tollen Saisonleistungen anzunehmen war, wurde nun offiziell bestätigt. Der 29jährige Märchler Polizist Fredi Bruhin aus Siebnen wurde mit sechs Saisonkränzen selektioniert. So wird erstmals seit zwölf Jahren (2014 Reto und Bruno Nötzli), wieder ein Ausserschwyzer am Zürichsee mitkämpfen. Bruhin ist einer von fünf Schwyzern, die am Saisonhöhepunkt antreten dürfen. Vom Schwyzer Verband wurden weiter die Eidgenossen Michael Gwerder Brunnen und Silvan Appert Ingenbohl, sowie Lukas Heinzer Goldau und der erst 19jährige Einsiedler Martin Schönbächler selektioniert. Die Luzerner sind durch Joel Ambühl, Jonas Amrhyn, Luc Bissig, Urs Doppmann, Sven Lang, Marc Lustenberger und Samuel Schwyzer mit sieben Kämpfern vertreten, die Zuger können mit Marcel Bieri und Roland Reichmuth zwei schicken und die Urner mit Lukas Bissig und Ob/Nidwaldner mit Christian Zemp je einer. Als Ersatzschwinger wurden der Schwyzer Patrick Betschart, der Zuger Christian Bucher und der Luzerner Roman Wandeler nominiert. Wie zäh die Anforderungen für eine Kilchberger Teilnahme sind, zeigt sich gut im Beispiel von Benno Heinzer. Der 20jährige Goldauer blieb trotz vier Saisonkränzen, darunter der geteilte Festsieg am Luzerner und dem zweiten Rang am Aargauer im harten Selektionsrennen auf der Strecke.
HRU
Vier Sieger auf dem Brünig

Vier strahlende Sieger auf dem Brünig
 
Nach dem gestellten Schlussgang zwischen Armon Orlik und Fabian Staudenmann gab es am Bergklassiker auf dem Brünig ganze vier Sieger. Wie befürchtet vermochten die Innerschweizer nicht bis zuletzt mitzuhalten.
Bei leichtem Regen nahmen am frühen Morgen die 120 Schwinger aus dem Berner, Innerschweizer und Nordostschweizer Verband den Wettkampf auf. Die rund 6500 dichtgedrängten Zuschauer haarten in der einzigartig prächtigen Naturarena gespannt der Dinge die folgen würden. In der Folge besserte sich auch das Wetter, so dass das fünfte Bergkranzfest der Saison mehrheitlich trocken über die Bühne ging. Um den Tagessieg galten König Armon Orlik, Kilchbergsieger Fabian Staudenmann und ESAF Mollis Schlussgangteilnehmer Werner Schlegel als heisseste Anwärter und sie prägten das Fest auch tatkräftig mit.
 
Orlik und Staudenmann mit perfektem Morgen
 
Die Topfavoriten machten vor allem im ersten Gang den Innerschweizern den Garaus. König Orlik bezwang nach hartem Kampf den Innerschweizer Sieger Marc Lustenberger. Danach bodigte der Bündner Damian Dubach in den letzten Sekunden und Etienne Burger. Der Berner Fabian Staudenmann bezwang den Urner Lukas Bissig sicher. Nach einem zähen Sieg gegen Silvio Oettli bekam mit Joel Ambühl der nächste Innerschweizer die Stärken des Berners zu spüren. So führten die beiden Topleute als einzige mit drei Siegen das Feld zur Mittagspause an. Werner Schlegel konnte zu Beginn die ausgeklügelte Verteidigung von Michael Ledermann nicht durchbrechen. Auch Marcel Bieri gegen Matthieu Burger und Samuel Schwyzer gegen Patrick Schenk trennten sich im ersten Gang remis, hingegen konnte Domenic Schneider Matthias Aeschbacher bezwingen. Sie alle befanden sich zur Halbzeit in der Verfolgerrolle.
 
Die Besten standen im Schlussgang
 
Im vierten Gang passierten einige wegweisende Entscheidungen. Die führenden Orlik und Staudenmann stellten im Direktduell und gaben dadurch den Verfolgern wieder Hoffnung. Doch einige strauchelten. Werner Schlegel etwa erlitt gegen Jonas Amrhyn eine umstrittene Niederlage und fiel aus dem Schlussgangrennen, genau wie Samuel Schwyzer gegen Matthieu Burger mit ihrem Remis und Domenic Schneider, der gegen Michael Ledermann verlor. Dadurch bekamen die Innerschweizer plötzlich wieder Luft. Nach vier Gängen führten Michael Ledermann und Armon Orlik zusammen mit Jonas Amrhyn und Joel Ambühl die Rangliste an, gefolgt von Lukas Bissig, Marcel Bieri und Fabian Staudenmann. Damit war Hochspannung um den Schlussgangeinzug vorprogrammiert. Im fünften Gang bezwang König Orlik den Überraschungsmann Amrhyn platt und zog mit 48,50 Punkten als Führender in den Schlussgang ein. Fabian Staudenmann bezwang Jonas Troxler platt und klassierte sich einen Viertelpunkt dahinter. Genau wie Lukas Bissig, der Matthias Aeschbacher mit einer Zehn bodigte und zu Staudenmann aufschloss. Joel Ambühl stellte gegen Etienne Burger und fiel aus der Entscheidung, genau wie Michael Ledermann und Marcel Bieri, die sich mit ihrem Remis gegenseitig aus dem Rennen nahmen. So hatte die Einteilung als Orliks Gegner zwischen Staudenmann und Bissig zu entscheiden, wobei richtigerweise die Wahl auf Staudenmann fiel. Der Berner hatte ein besseres Notenblatt vorzuweisen, zudem besiegte er den Urner selber im ersten Gang.
 
Orlik, Staudenmann, Burger und Schlegel als strahlende Sieger
 
Der abschliessende Schlussgang zwischen Orlik und Staudenmann ergab keinen Sieger. Das Kampfgericht sah den Berner als den aktiveren an und differenzierte die Notengebung. Orlik 8,75, Staudenmann eine Neun. So ergab sich die Konstellation, dass es auf dem Brünig gleich vier Sieger gab. 1a Armon Orlik, 1b Fabian Staudenmann als Schlussgangteilnehmer, mit dem Sieg gegen Luc Bissig schloss Matthieu Burger auf den Rang 1c auf und der zuvor bitter enttäuschte Werner Schlegel dank seinem Abschlusssieg gegen Dominik Gasser auf den Rang 1d. Und warum war nun der Bündner 1a und nicht der Berner? Dies ist im Regelwerk des ESV genau umschrieben. Bei identischen Notenblättern, selbe Punktzahl und Resultate, werden die Schwinger nach Alphabet der Nachnamen rangiert. In geraden Jahren von A-Z und in ungeraden Jahren umgekehrt. Wäre also diese Konstellation letztes Jahr geschehen, hätte Staudenmann als erster zur Rangverkündigung antreten dürfen.
 
Beinahe doch ein Innerschweizer Sieg
 
Nicht viel fehlte und es wäre doch noch zu einem Innerschweizer Sieg gekommen. Lukas Bissig verpasste die Chance, mit seinem abschliessendem Remis gegen Severin Schwander den Sieg alleine zu erben, der Urner belegte zuletzt den zweiten Rang. Gestellte Schlussgänge und mehrere Siege verleihen einem Schwingfest oftmals einen etwas faden Abschlussgeschmack. Doch es gehört eben zum Schwingen dazu, wie das Sägemehl als Unterlage. Vor allem an Bergfesten, wo oft alles nahe beisammen ist, sind Mehrfachsieger keine Seltenheit. So gab es auf dem Brünig 2017 mit Bernhard Kämpf, Philipp Reusser und Christian Stucki schon drei Sieger und 2007 mit Martin Grab, Heinz Suter, Benno Studer und Daniel Odermatt gleich vier. In der Kranzbilanz schlossen die Innerschweizer am schlechtesten ab. Es konnten nur 17 Kränze abgegeben werden, was sehr wenig ist. Die Berner holten sich acht, die Ostschweizer fünf und die Innerschweizer deren vier. Vom Schwyzer Verband konnten zwei Schwinger um den Kranz kämpfen, vermochten aber im letzten Gang nicht zu reüssieren. So verlor der Ingenbohler Lukas von Euw gegen Mario Schneider und der Immenseer Patrick Betschart stellte gegen Patrick Schenk. Nach der verletzungsbedingten Absage von Alex Huber und Joel Kessler waren dieses Jahr keine Ausserschwyzer auf dem Brünig im Einsatz.
 
HRU  
Bruhin Fredi mit Zusatzgang und Rigi Kranz **

Staudenmann doppelt auf der Rigi nach
Der Berner Fabian Staudenmann gewinnt nach 2024 zum zweiten Mal den Bergklassiker auf der Rigi. Einen besonderen Tag erlebt Fredi Bruhin aus Siebnen, er erkämpft sich seinen ersten Bergkranz.
Die knapp 5000 Zuschauer pilgerten bei angenehmen äusseren Bedingungen voll freudiger Erwartungen auf die Königin der Berge. Treffpunkt war die prächtige Arena auf Rigi-Staffel, wo 90 Schwinger aus der Innerschweiz, Nordwestschweiz und Bernbiet um die hoch hängenden Rigikränze kämpften. Von den 30 gemeldeten Eidgenossen nahmen dann 25 den Wettkampf auf. Kurzfristig mussten sich mit dem Berner Bernhard Kämpf und der Innerschweizer Co-Sieger Marc Lustenberger zwei Hochkaräter abmelden, was die Stimmung aber nicht gross dämpfte, das Feld war dennoch erstklassig besetzt.

Michael Moser war der Mann des Morgens
Allen war klar, dass die Innerschweizer den Festsieg wohl kaum in ihren Reihen halten könnten, zu übermächtig erschien die Gästedelegation. Doch vor allem im ersten Gang hielten die Gastgeber mehr als nur dagegen. So donnerte Michael Gwerder Weissensteinsieger Nick Alpiger im ersten Zug auf den Rücken. Joel Ambühl besiegte Andreas Döbeli, Lukas Bissig bezwang Marius Frank, Fredi Bruhin kämpfte Adrian Klossner nieder und Lukas Heinzer putzte Lukas Tschumi den Rücken ab. Der Co-ISAF Sieger Samuel Schwyzer trotzte Fabian Staudenmann ein Remis ab, genau wie Silvan Appert gegen Joel Strebel. Von den Topfavoriten liess sich Michael Moser aber nicht bremsen, er bezwang locker Marcel Bieri. Der Emmentaler liess sich in der Folge auch von Joel Ambühl und Oliver Hermann nicht stoppen und führte zur Mittagspause als einziger mit drei Siegen das Feld an. Hinter dem Riesentalent folgten mit Michael Gwerder, Sinisha Lüscher, Fabian Staudenmann, Samuel Schwyzer, Lukas Bissig, Joel Ambühl und Matthieu Burger mehrere Favoriten.

Weitere tolle Leistung von Fredi Bruhin
Der Märchler Turnerschwinger verzückt seine Fans Mal fürs Mal. Auch auf der Rigi lieferte Bruhin eine weitere Topleistung ab. Zu Beginn wurde der Eidgenosse Adrian Klossner ohne Pause bearbeitet bis zum platten Resultat. Im zweiten Gang gab es gegen den Berner Oberländer Leandro Nägeli eine kalte Dusche. Davon unbeeindruckt bezwang der Märchler im Ausschwingen Joel Suter und stellte gegen Eidgenosse Lukas Döbeli. Im Ausstich bezwang Bruhin im fünften Gang Ramon Bühler mit einer Zehn. Vor dem letzten Gang war die Devise, nur nicht verlieren. Aber sein Gegner war mit dem sehr starken Eidgenossen Matthieu Burger eine echte Herausforderung. Über sechs Minuten musste sich Bruhin gegen Angriffe von allen Seiten erwehren. Doch der Märchler blieb standhaft, überstand jede brenzlige Situation und durfte sich dank der Note neun endlich über seinen ersten Bergkranz freuen. Zur Erinnerung, schon auf dem Stoos und Schwarzsee zeigte Bruhin starke Leitungen, verpasste aber den Kranz jeweils hauchdünn. Bruhin durfte sogar noch eine Ehrenrunde drehen. Durch den Unfall Appert`s bestritt der Märchler gegen Michael Ledermann noch einen Zusatzgang, der verloren ausging und auf Bruhins Resultat keinen Einfluss mehr hatte. Mit seinem sechsten Saisonkranz dürfte Bruhin seine Qualifikation für den Kilchberg Schwinget im trockenen haben. Amtlich ist es zwar noch nicht, die ISV-Offiziellen selektionieren am 27. Juli definitiv für den Jahreshöhepunkt. Aber eine Nichtselektion Bruhins wäre schon eine gröbere Überraschung. Für den Lachner Joel Kessler begann der Rigischwinget mit einem Sieg gegen Valentin Scherz optimal. Danach bekam der Märchler mit seinen drei Remis und zwei Niederlagen die Härte eines Bergfestes voll zu spüren.
HRU     
Bergschwinget im Klöntal. Sieger Sales Tschudi

Auszeichnung für Lukas Hüppin im Klöntal
Am beliebten Bergschwinget Klöntal gab es im Schlussgang ein Glarner Generationenduell. Dabei triumphierte das Jungtalent Sales Tschudi über Eidgenosse Roger Rychen. Lukas Hüppin aus Wangen holte eine weitere Auszeichnung in die March.

Der Glarner Schwingerverband hat eine intensive Zeit hinter sich. Das NOS- Fest 2023 und die Mammutarbeiten fürs ESAF 2025 beide in Mollis, führten dazu, dass auf den Bergschwinget Klöntal jeweils verzichtet wurde. Die beiden Grossanlässe wurden dann auch perfekt organisiert und die Glarner Schwinger können wieder ihren gewohnten Alltag geniessen. So kam es nach 2022 am Samstag endlich wieder zu einer Austragung des beliebten Bergschwinget Klöntal. Umrahmt von wilder Bergwelt und traumhaften Bergsee trafen sich 70 Schwinger aus der Ostschweiz und den Kantonen Schwyz und Uri vor zahlreichen Besuchern zum friedlichen Wettkampf. Auf nicht ganz ebenem Schwingplatz, wie es an einem kleineren Bergfest vorkommen kann, von Petrus bedacht mit Sonnenschein und gewittrigen Regengüssen, genossen alle das gemütliche Rangschwingfest.

Glarner bremsten den Bündner Biäsch aus
Im Kampf um den Tagessieg hatten die Glarner Schwinger das Geschehen von A-Z im Griff. Der Davoser Eidgenosse Christian Biäsch galt als Topfavorit auf den Sieg, wurde aber im Laufe des Tages durch drei Remis gegen die Glarner Roger Rychen, Patrick Feldmann und Sales Tschudi ausgebremst. Wegen einer Verletzung musste der Bündner dann den Wettkampf nach fünf Gängen gar noch abbrechen. Für den Schlussgang qualifizierten sich Eidgenosse Roger Rychen und das 17jährige Ausnahmetalent Sales Tschudi. Routinier Rychen war im Schlussgang der aktivere, doch nach rund vier Minuten konterte Tschudi einen Kurzzug Rychens wie ein abgebrühter Routinier und kam mit blutjungen 17 Jahren zu seinem ersten Festsieg bei den Aktiven. Hinter dem Sieger klassierte sich Patrick Feldmann auf dem Ehrenplatz, Schlussgangverlierer Rychen wurde dritter und die beiden Thurgauer Kranzer Aron Kiser und Kilian Kolb vierte.

Hüppin wieder ungeschlagen
Mit regelmässiger Konstanz sichert sich der 22jährige Sennenschwinger Lukas Hüppin Auszeichnung um Auszeichnung. Dabei überzeugt der Wangner immer wieder durch seine erstaunlichen Devensivkünste. Hüppin siegte im Klöntal gegen Flavio Schlegel und Fabian Bösch. Gegen Lukas Steiner, Noah Weber, sowie die beiden Kranzschwinger Sandro Gmür und Christian Bernold, trennte sich Hüppin als gleich stark. Mit diesem Notenblatt gewann der Märchler die Auszeichnung im elften Rang. Der Tuggner This Bamert und der blutjunge Vorderthaler Severin Mächler verpassten diese. Bamert erreichte zwei Siege, ein Remis und drei Niederlagen, Mächler sammelte mit einem Remis und fünf Niederlagen weitere wertvolle Erfahrungen bei den Aktiven.
Starke Ausserschwyzer auf dem Zugerberg
 
Der diesjährige Zugerbergschwinget war einmal mehr fest in den Händen der Gastgeber. Die Zuger Brüder Christian und Thomas Bucher wurden Festsieger und drei Auszeichnungen gingen in die Ausserschwyz.
 
Bei heissem Sommerwetter traten auf dem schön gelegenen Festplatz 79 Schwinger aus der Innerschweiz, sowie Gäste aus Kanton Solothurn zum beliebten Rangschwingfest an. Da dieses Jahr kein Eidgenosse am Start war, wurde die Favoritenrolle den einheimischen Kämpfern vom organisierenden Schwingklub Oberwil-Zug zuteil. Die starken Brüder Christian, Thomas und Roland Bucher zum Beispiel, zeigten sich in Vergangenheit an ihrem Heimfest immer besonders motiviert. Aber auch aus dem Kanton Schwyz waren mit Bruno Suter, Fabian Birchler, Joel Kessler und dem jungen Franco Föhn einige starke Kranzer am Start.
 
Bruderduell im Schlussgang
Und das Schwingfest nahm in etwa den erwarteten Verlauf. Christian Bucher startete mit zwei Siegen gegen Dominik Hess und Jerome Rohrbach optimal. Der Trachslauer Fabian Birchler bremste mit einem Remis im dritten Gang den Siegeszug Buchers. Doch mit zwei weiteren Siegen gegen Franco Föhn und Remo Roner stand Christian Bucher mit 48,50 Punkten im Schlussgang. Zu ihm gesellte sich sein ein Jahr älterer Bruder Thomas Bucher. Dieser trennte sich im ersten Gang gegen den Märchler Joel Kessler Remis. Danach liess der Techniker gegen Severin Steiner, Gian Lütolf, Christian Ming und Bruno Suter vier Siege in Serie folgen. Den Schlussgang knapp verpasste Joel Kessler, bei seinen vier Siegen fehlten ihm die Maximalnoten. So kam es also zum Bruderduell um den Festsieg. Da Kessler seinen letzten Gang stellen musste war klar, dass den Brüdern ein Remis zum gemeinsamen Festsieg reichen würde. Christian und Thomas Bucher vermochten sich nichts anhaben und teilten sich nach dem Schlussgangremis den Sieg brüderlich. Hinter den Siegern klassierten sich die drei Schwyzer Joel Kessler, Fabian Birchler und Bruno Suter den Ehrenplatz.
 
Drei Auszeichnungen für Schwingklub March-Höfe
Der Lachner Joel Kessler zeigte einmal mehr eine sehr gute Leistung. Zwei Remis zum Auftakt gegen Thomas Bucher und im letzten Gang gegen Flavio Herger, sowie vier Siege gegen Gabriel Wyrsch, Janis Iten, Marcel Betschart und Ivan Wyss trugen dem Märchler den verdienten Ehrenplatz ein. Der klein und bullig gewachsene Wangner Lukas Hüppin überzeugte einmal mehr durch seine sehr zähe Verteidigung. Ivo Gasser, Mirco Nussbaumer und Elias Herger 1 wurden sicher bezwungen, von den drei Kranzern Ivan Felder, Dominik Hess und Beat Suter trennte sich Hüppin als gleich stark. Dank dieser soliden Leistung holte sich der Wangner seine verdiente Auszeichnung im sechsten Rang. Der 17jährige Buttikoner Cyrill Krieg verdient sich momentan seine Sporen als blutjunger Kranzer ab. Zu Beginn stellte Krieg gegen Ivan Staub. Nach einem Sieg gegen Ronny Büeler gab es gegen Ivan Wyss und Kay Süssmeier zwei weitere Remis. Durch den Sieg gegen Reto Zimmermann machte der Märchler wieder Boden gut. Zum Abschluss folgte noch eine Niederlage gegen Marcel Betschart. Mit seinem Leistungsausweis erreichte Krieg die Auszeichnung im zehnten Rang. Cyrill Spiess Freienbach und Philipp Keller Schübelbach verpassten beide die Auszeichnung und Daniel Schilter Wilen musste seinen Wettkampf nach drei Gängen verletzungsbedingt abbrechen.
HRU  
Lustenberger Marc und Schwyzer Samuel teilen sich den ISAF Festsieg 2026. Kranz für Fredi Bruhin im 7. Rang

Bei hochsommerlichen Temperaturen und einer eindrücklichen Zuschauerkulisse fand am Sonntag das 119. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest in Arth statt. Bereits ab den frühen Morgenstunden strömten tausende Schwingerfreunde in die Contratto Arena, wo die Organisatoren während vier Festtagen ein würdiges Schwingfest unter dem Motto «am See, am Bärg, im Sagmähl» auf die Beine stellten. Das Festprogramm begann bereits am Donnerstag mit der Eröffnung des Gabentempels und des Schwingerdörfli, ehe am Freitag die Schwinger-Chilbi und am Samstag der Schwyzer Kantonale Nachwuchsschwingertag den Auftakt zum Höhepunkt bildeten.

Sportlich entwickelte sich ein spannendes Fest, bei dem sich Marc Lustenberger und Samuel Schwyzer mit je 58.25 Punkten den Festsieg sicherten. Beide gewannen fünf ihrer sechs Gänge und trennten sich im Schlussgang nach intensivem Kampf gestellt. Damit durfte sich das Duo gemeinsam als Sieger des 119. Innerschweizer Schwing- und Älplerfestes feiern lassen.

Den hervorragenden zweiten Rang belegte Lukas Bissig mit 58.00 Punkten. Rang drei ging an Simon Schmid (57.50), während sich Fabian Scherrer mit 57.25 Punkten den vierten Schlussrang sicherte. Dahinter klassierten sich Luc Bissig, Marcel Bieri, Christian Zemp und Matteo Zenklusen mit je 57.00 Punkten auf den Ehrenplätzen.

Besonders erfreulich verlief das Fest für mehrere Schwinger, welche einen wichtigen Meilenstein in ihrer Laufbahn erreichten. Matteo Zenklusen aus Schachen LU durfte sich als Neukranzer erstmals über einen Kranz an einem Teilverbandsfest freuen. Ihren ersten Teilverbandskranz und damit künftig den zweiten Stern hinter ihrem Namen sicherten sich Simon Schmid, Christian Zemp, Nils Theiler, Carlo von Rickenbach, Jonas Durrer, Jonas Gisler und Kevin Waser.

Für den Schwingklub March -Höfe holte sich Fredi Bruhin im 7. Rang den Teilverband Kranz. Joel Kessler 14. Daniel Schilter 18. Cyrill Krieg 19. Lukas Hüppin 20 und Roman Müller 29. Alex Huber musste leider wegen Unfall im 1. Gang den Wettkampf abbrechen.

Das Teilnehmerfeld zeigte über den ganzen Tag attraktiven Schwingsport auf hohem Niveau. Neben zahlreichen routinierten Eidgenossen wussten auch mehrere junge Schwinger mit starken Leistungen auf sich aufmerksam zu machen und setzten wichtige Ausrufezeichen für die Zukunft.
Mit dem Schlussgang fand ein gelungenes Innerschweizer Schwingfest seinen würdigen Abschluss. Die Organisatoren aus Arth boten den Athleten sowie den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern ein bestens organisiertes Fest mit einer eindrucksvollen Arena, einem attraktiven Festgelände und einer stimmungsvollen Atmosphäre. Das 119. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest wird damit sowohl sportlich als auch organisatorisch in bester Erinnerung bleiben.
Zurück zum Seiteninhalt