Berichte Aktive - SKMH

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Berichte Aktive und Allgemein
Kessler Joel im Schlussgang am Herbstschwingertag in Siebnen, Gegner Müllestein Mike

Gelungener Herbstschwingertag in Siebnen
 
 
Die 85. Austragung des Herbstschwingertages in Siebnen, wird für den Schwingklub March – Höfe in bester Erinnerung bleiben. Bei schönstem Herbstwetter durften die Organisatoren mit über 3000 Zuschauerinnen und Zuschauern einen enormen Besucheraufmarsch erleben. Auch das Teilnehmerfeld konnte sich zeigen lassen, so waren unter den 131 Schwingern aus der Nordwest- und Nordostschweiz und dem Bernbiet zehn Eidgenossen und über ein Drittel Kranzschwinger mit von der Partie. Als absoluter Höhepunkt besiegte Mike Müllestein im Schlussgang den einheimischen Joel Kessler.
 
 
Spitzentag für Joel Kessler

 
Für Joel Kessler wird dieser Tag noch lange in Erinnerung bleiben. Er startete stark in den Tag mit einem Sieg gegen den Berner Stephan von Büren. Und nach diesem Sieg drehte er erst so richtig auf. Mit Maximalnoten gegen den Appenzeller Eidgenossen Martin Roth und Nichtkranzer Michael Zumbach ging es in die Mittagspause. Im vierten Gang folgte dann die Überraschung, mit einem herrlichen Gammen bezwang Joel Kessler den starken Schwyzer Eidgenossen Michael Gwerder. Mit dem Sieg über den Berner Sandro Galli in fünften Gang konnte er sich dann mit einem bis dahin sehr starken Notenblatt für den Schlussgang gegen den Eidgenossen Mike Müllestein qualifizieren. In diesem konnte er seinem Gegner sehr gut Paroli bieten verlor aber trotzdem in der achten Minute und belegte somit den starken zweiten Platz.

 
Sechs Auszeichnungen für die Gastgeber
 
Auch die Teamleistung des Schwingklubs March – Höfe war erfreulich, sicherten sich doch die Gastgeber gesamthaft sechs Auszeichnungen. Alex Huber belegte nach guten Leistungen mit dem sechsten Rang einen Platz in der vorderen Reihe. Ebenfalls die Auszeichnung sicherten sich Benjamin Züger im siebten Rang, Daniel Schilter und Alexander Schnellmann, zehnten Rang und David Solenthaler und Simon Bürgi im elften Rang. Adrian Müller, Lukas Hüppin, Mathis Bamert und Stefan Gemsch zeigten zwar gute Ansätze, verpassten aber die Auszeichnungsränge. Alex & Cyrill Spiess und Tim Kagermeier erreichten zwar den Ausstich verpassten aber dennoch die Auszeichnungen deutlich. Für Damian Ulrich, Silvan Krieg und Phillip Keller war der Wettkampf nach vier Gängen vorbei. Ueli Hegner verletzte sich im ersten Gang am Fuss und musste den Wettkampf abbrechen.

 
Der Oldie tritt ab
 
Nebst Reto Waser hat der Thurgauer-Oldie Stefan Burkhalter heute in Siebnen sein letztes Schwingfest bestritten. Der 49-jährige und 113-fache Kranzschwinger war in Siebnen ein immer gern gesehener Gast und konnte 2015 den Herbstschwingertag Siebnen sogar gewinnen.
 
Stefan Gemsch
 
Sieger Allweg-Schwinget Ennetmoos: Pirmin Reichmuth. Er bezwingt im Schlussgang Mike Müllestein nach 16 Sekunden mit Kurz

Pirmin Reichmuth siegt auf dem Allweg
 
Nach dem Saisonhöhepunkt Unspunnen stehen nun in der Schwingerszene noch einige Herbstklassiker an. Der erste fand am Sonntag auf dem Allweg, oberhalb Ennetmoos statt. Der Zuger Pirmin Reichmuth wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann den beliebten Traditionsanlass.
 
Es ist wahrlich ein schmuckes Plätzchen, der Festplatz des Allwegschwingets unterhalb des Schlachtdenkmals. Dort wo vor Jahrhunderten die Eidgenossen gegen Napoleons Truppen kämpften und nur durch Verrat besiegt wurden, treffen sich nun jährlich die Schwinger zum friedlichen Wettkampf. In den 80ger und 90ger Jahren bedeutete der Allwegschwinget das mit Abstand härteste Rangschwinget im Lande. Wer auf dem Allweg in die Auszeichnungsränge gelangte, hatte eine mehr als kranzwürdige Leistung vollbracht. Mittlerweile ist die Qualität nicht mehr ganz so hoch, aber die Besetzung durfte sich durchaus noch sehen lassen. Unter den 120 Schwingern standen sechs Eidgenossen und ein weiterer Kranzfestsieger im Teilnehmerfeld. Petrus bescherte den Organisatoren einen herrlichen Festtag, was über 2400 Zuschauer anlockte.

 
Pirmin Reichmuth siegt verdient
 
Man durfte erwarten, dass der zweite vom Unspunnenfest, Pirmin Reichmuth den Wettkampf auf dem Allweg beherrschen würde. Und so kam es auch. Nach dem Startremis gegen Sven Schurtenberger besiegte der Zuger sämtliche Gegner. Im Schlussgang hatte auch der Steinerberger Mike Müllestein keine Chance. Reichmuth entschied den Schlussgang schon nach kurzer Zeit mit einem kräftigen Kurzzug. Die Favoriten gaben sich auf dem Allweg keine Blössen. Sie belegten alle vordere Ränge und sorgten dafür, dass die Schlussrangliste Profil hatte. Hinter Sieger Reichmuth belegte Schlussgangverlierer Müllestein den Ehrenplatz. Dritter wurde Sven Schurtenberger, gefolgt von Marcel Bieri, Noe van Messel, Jonas Burch, Erich Fankhauser und Marco Lustenberger. Aus Schwyzer Sicht erfreulich, der junge Goldauer Lukas Heinzer schwang sich als Vierter mitten in die klingenden Namen.

 
Keine Auszeichnung für Schwingklub March-Höfe
 
Vom SKMH trat ein Quartett, angeführt von Joel Kessler zum Wettkampf an. Doch für einmal gingen die Ausserschwyzer leer aus. Kessler erreichte mit drei Siegen, zwei Remis und einer Niederlage den neunten Schlussrang und verpasste die Auszeichnung um einen halben Punkt. Lukas Hüppin erreichte zwei Siege, ein Remis und drei Niederlagen und für die blutjungen Adrian Müller und Phillip Keller war das Schwingfest nach vier Gängen zu Ende. Nun steht für die Aktiven des SKMH in zwei Wochen nochmals ein strenges Wochenende an. Zuerst am Samstag als Helfer am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag in Siebnen und am Sonntag als Schwinger am grossen Herbstschwingertag Siebnen.
 
HRU
Samuel Giger siegt nach Machtdemonstration
 
Das Unspunnenfest 2023 ist Geschichte. Der Thurgauer Samuel Giger wurde überlegener Sieger, die Schwinger verwöhnten die Zuschauer mit viel Offensivspektakel und der Märchler Joel Kessler erreichte mit einem ausgeglichenen Leistungsausweis einen Mittelfeldplatz.

 
Wettergott Petrus meinte es doch noch gut mit den 120 Schwingern und rund 14000 Zuschauern. Die angekündigten schweren Regenfälle hielten sich lange zurück, so dass die ersten vier Gänge mehrheitlich bei trockenen Bedingungen stattfanden. Erst im Ausstich liessen sich starker Regen und heftiger Wind ein.

 
Grosse Risikobereitschaft der Schwinger
 
Vermutlich liessen nach der grossen Hitze, die eher kühlen Temperaturen die Schwinger Vollgas geben. Denn solch attraktiver Schwingsport mit vielen hochstehenden Kämpfen, gab es an einem eidgenössischen Anlass sehr selten zu bewundern. Die wenigen gestellten Gänge wirkten sich auch auf einen enorm spannenden Wettkampfverlauf hin. So standen bei Halbzeit ganze sieben Schwinger mit drei Siegen zu Buche. Nach fünf Gängen stand der Thurgauer Samuel Giger als alleiniger Führender im Schlussgang. Gleich dahinter folgten punktegleich der Zuger Pirmin Reichmuth und der Berner Adrian Walther. Wer würde Gigers Gegner werden?  Darüber entstanden heftige Diskussionen. So heftig wie der Regensturm draussen, tobte im stillen Einteilungskämmerlein ein heftiger Sturm. Das Einteilungsgremium konnte keine Entscheidung finden, so wurde der Zentralvorstand des ESV noch hinzugezogen. Die Gesamtabstimmung liess das Zünglein an der Waage letztendlich zu Gunsten des Berners ausschlagen. Der Schlussgang zwischen Giger und Walther war eine kurze Sache. Der Thurgauer siegte resolut schon nach kurzer Zeit und feierte mit sechs Siegen überlegen seinen zweiten Sieg an einem eidgenössischen Anlass, nach dem Kilchberger Sieg 2021. Pirmin Reichmuth belegte nach starkem Wettkampf den tollen zweiten Rang und wurde damit bestklassierter Innerschweizer.

 
Tadellose Leistung von Kampfrichter Peter Diethelm
 
Joel Kessler aus Siebnen war von den sieben Schwyzern Schwingern der einzige Vertreter aus der Ausserschwyz. Er war aber nicht der einzige Märchler, der am Unspunnenfest im Einsatz stand. Der 52jährige Wangner Peter Diethelm amtete als Platzkampfrichter. Der Märchler übt die Funktion als Kampfrichter schon seit Jahren in seiner besonnenen und fairen Art aus. Diethelms stets tadellose Leistungen wurden mit dem Einsatz am Saisonhöhepunkt belohnt. Auf Platz drei agierte Diethelm mit seinen zwei Partnern den ganzen Tag fehlerfrei und vertrat damit den Schwingklub March-Höfe würdig. Diese gute Leistung verdient eine spezielle Würdigung, denn man sollte nie vergessen, dass nicht nur die Schwinger, sondern auch die Kampfrichter an einem solch grossen Anlass immer unter einem enormen Druck stehen.

 
Joel Kessler mit ansprechender Leistung
 
Auch der 26jährige Siebner Joel Kessler darf erhobenen Hauptes von seinem ersten Unspunneneinsatz zurückkehren. Kessler lieferte in etwa die Leistung ab die man von ihm erwarten durfte. Ein richtiger Ausreisser nach oben gelang dem Sennenschwinger aber nicht. Kessler erreichte zwei Siege gegen Michael Bernold und Patrick Kurmann. Im körperlich ungleichen Startduell gab es ein Remis gegen den fast nicht zu bezwingenden Nando Durrer und gegen Philipp Roth, Roger Rychen (beides Eidgenossen) und Lars Zaugg musste sich der Märchler bezwingen lassen. Dieses Notenblatt bedeutete für Kessler mit dem 15. Rang in der Endabrechnung einen Mittelfeldplatz.
 
 
Gute Schwyzer Teamleistung
 
Zwar waren von den sieben Schwyzern die in Interlaken kämpften nicht alle gleich glorreich, dennoch überzeugten sie im starken Teilnehmerfeld als Team. Der technische Leiter Marcel Steinauer darf mit der Leistung seiner Mannen im Grossen und Ganzen zufrieden sein. Kein einziger schied nach vier Gängen aus und auch die schlechter klassierten belegten mindestens noch einen Mittelfeldplatz. Als grosse Überraschung entpuppte sich der 23jährige Patrick Betschart aus Immensee. Betschart kann ein starkes Notenblatt vorweisen. Nach fünf Gängen hatte er vier Siege auf dem Konto, darunter über die Eidgenossen Curdin Orlik und Roger Rychen. Gegen Kilchbergsieger Damian Ott unterlag Betschart erst kurz vor Schluss nach zäher Gegenwehr. Um einen absoluten Spitzenplatz unterlag der Schwyzer zuletzt gegen Armon Orlik. Somit erreichte Betschart den tollen achten Rang und sein bisher bestes Resultat auf eidgenössischer Ebene. Im gleichen Rang klassierte sich Routinier und Eidgenosse Mike Müllestein. Müllestein zeigte sich immer noch brandgefährlich und kann an jedem Anlass mit der Konkurrenz mithalten. Der Steinerberger erreichte drei Siege, zwei Remis und eine Niederlage. Eidgenosse Michael Gwerder aus Brunnen schaffte es mit drei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen auf den elften Rang. Lukas von Euw aus Ingenbohl wurde mit drei Siegen und drei Niederlagen 13. und Joel Kessler aus Siebnen wie bereits erwähnt 15. Dem dritten Schwyzer Eidgenossen, Christian Schuler aus Rothenthurm lief es diesmal nicht nach Wunsch. Schuler war am Unspunnenfest 2011 mit der Schlussgangteilnahme der grosse Schwyzer Held. Diesmal kam er nie in einen Lauf und wurde mit zwei Siegen, einem Remis und drei Niederlagen 16., genau wie der Rickenbacher Bruno Suter mit exakt gleichem Leistungsausweis.
 
HRU    
Joel Kessler kämpft am Unspunnen

Am Sonntag erküren die 120 besten Schwinger der Schweiz in Interlaken den neuen Unspunnensieger. Als einziger Ausserschwyzer Schwinger vertritt der 26jährige Joel Kessler unsere Region.
Das alle sechs Jahre stattfindende Unspunnenfest hat eine historische Tradition. Die erste Ausgabe datiert auf das Jahr 1805. Als grosses Volksfest, eingefädelt von der Berner Obrigkeit um den tiefen Streit zwischen der Berner Stadtbevölkerung und den Berner Oberländern zu schlichten. Der Plan ging zwar nur halbwegs auf, dennoch fand ab dem Zeitpunkt in regelmässigen Abständen das Alphirtenfest Unspunnen statt. Auf der schmucken Matte unterhalb der Burgruine Unspunnen wurden im friedlichen Wettkampf typisch schweizerische Disziplinen ausgetragen. Schwingen, Steinstossen, Tanzen und vieles mehr. Mit der Zeit wurde am Unspunnenfest das Schwingen der höchste Trumpf. Viele Unspunnensieger vergangener Tage waren landesweit bekannte Kämpfer. 2006 wurde der Rothenthurmer Martin Grab der letzte Sieger auf dem alten Festplatz. Ab 2011 verlegten die Organisatoren den Schwingplatz nach Interlaken. Dort gibt es wohl bessere Infrastrukturen und Platz für mehr Zuschauer, aber der Charme der altehrwürdigen Unspunnenmatte fehlt deutlich. Der aber wohl legendärste Protagonist des historischen Festes ist der Unspunnenstein. Eigentlich nur ein 83,5kg schwerer Brocken der von starken Mannen durch die Luft gestossen wird, doch jurassische Freiheitskämpfer verhalfen dem schweren Ei in der Neuzeit mit ihren absurden Aktionen zur grossen nationalen Beachtung.

Schwingen ab 1987 Eidgenössisch
Obwohl der eidgenössische Schwingerverband bereits seit 1895 existiert, galt der Unspunnenschwinget lange nicht als nationaler Wettkampf. Die Siegerliste beherbergt viele grosse Namen, sie galten aber nicht als nationale Sieger. 1987 starteten erstmals alle fünf Teilverbände und von da an erhielt das Unspunnenfest den Status eines eidgenössischen Anlasses ohne Kranzabgabe. Alle sechs Jahre trifft man sich um den neuen Unspunnensieger zu küren, ausser 2005, da wurde das Fest wegen der schlimmen Unwetter im Berner Oberland um ein Jahr verschoben. Am Unspunnen zeigten sich die Innerschweizer Schwinger gerne von ihrer guten Seite. So feierte der verstorbene Sinser Leo Betschart 1981 dort seinen mit Abstand grössten Sieg. 2006 war die grosse Stunde des Martin Grab, der im Schlussgang den amtierenden König Jörg Abderhalden auf den Rücken legte. 2011 schaffte sein «Firmgöttibuäb» Christian Schuler aus Rothenthurm beinahe dasselbe, verlor aber den Schlussgang gegen Daniel Bösch. An diesem Fest bewies der Urner Andi Imhof mit dem zweiten Rang, dass er ein Mann für die grossen Feste ist. Und 2017 wurde Joel Wicki zweiter hinter dem Berner Sieger Christian Stucki. Wicki, der amtierende König wird an der neusten Auflage verletzungshalber fehlen. Dies ist im Hinblick aufs Fest sicher ein grosser Wermutstropfen. Ansonsten sind alle grossen Favoriten am Start. Es darf im Kampf um den Tagessieg wohl ein Zweikampf zwischen den Bernern und Ostschweizern erwartet werden. Die drei anderen Teilverbände müssen sich höchstwahrscheinlich mit der Rolle als Spielverderber begnügen.  

Sieben Schwyzer am Start
Die Innerschweizer werden mit 32 Kämpfern antreten, davon 12 Eidgenossen. Nach dem Fehlen des Königs ist Pirmin Reichmuth nun der einzige grosse Trumpf des ISV. Der Zuger braucht allerdings schon einen Glanztag um sich gegen die grosse Konkurrenz durchzusetzen. Im Kader des ISV befinden sich sieben Schwyzer. Angeführt von den drei Eidgenossen Christian Schuler, Mike Müllestein und Michael Gwerder. Ihnen dürften die besten Chancen auf eine gute Platzierung zugetraut werden. Aber auch Patrick Betschart, Lukas von Euw, Bruno Suter und Joel Kessler werden versuchen eine gute Leistung zu bringen. Joel Kessler aus Siebnen ist also der Einzige der unsere Region vertreten darf.

Knappe Selektion
Einen Festsieg von Joel Kessler zu erwarten wäre vermessen. Eine gute Platzierung ist ihm aber durchaus zuzutrauen. Denn Kessler hat die seltene Gabe, gegen stärkere Gegner besser zu schwingen als gegen schwächere. Dies hat er während der Saison mehrfach bewiesen. So bezwang er am Moosschwinget den frischgebackenen Schwägalpsieger Mario Schneider platt. Oder stellte auf dem Stoos den Siegschwinger Domenic Schneider. Diese Leistungen öffneten Kessler schliesslich die Tür zu Unspunnen. Denn seine Selektion stand auf der Kippe. Die Hürde um ans Unspunnen zu kommen ist deutlich höher als an einem Eidgenössischen. Der Maschinenbau Konstrukteur gewann am Schwyzer und Urner zwei Kränze. Es hätten aber genauso gut auch fünf sein können. Am Zuger kämpfte der 1,97m grosse und 130kg schwere Märchler stark, hatte aber das Wettkampfpech als treuen Begleiter. Den Glarner Kranz «verchüächlete» er selber. Am ISAF fehlte nur ein Viertelpunkt und auch auf dem Stoos durfte Kessler um den Kranz schwingen. Dazu kamen konstant gute Leistungen an den fleissig besuchten Rangfesten. Dies alles reichte um den Sprung in den Kader des ISV zu schaffen.

Erfolgreiche Schwingerdynastie Kessler
Joel Kessler wurde das Schwinger Gen in die Wiege gelegt. Der stets sympathische Kämpfer ist der jüngste Spross der erfolgreichen Siebner Schwingerdynastie Kessler. Schon Grossvater Hans sen. (12 Kränze) und Grossonkel Josef (9) waren gute Kranzschwinger. Auch seine Onkel Armin (3) und Josef jun. (1) schafften es zu Kranzehren. Am erfolgreichsten aber war Vater Hans Kessler jun., der in seiner Karriere 17 Kränze gewann. Er schaffte es am ISAF 1988 in Escholzmatt in den Schlussgang, wurde auf dem Stoos 1991 zweiter und gewann zudem zwei Brünigkränze. Joel Kessler, der derzeit bei sieben Kränzen steht, eifert zweifellos seinem Vater nach. Auch Joel stand an einem Kranzfest schon im Schlussgang, am Schwyzer 2018 in Bennau. Und letztes Jahr gewann er am Morgarten und auf dem Ricken seine ersten Rangfeste. Wenn der Märchler gesund bleibt, wird er sein Palmares zweifellos noch erhöhen. Am besten gleich am Sonntag mit einem guten Rang an seiner Premiere am Unspunnenfest.
HRU
Joel Kessler (Siebnen) (Schwingklub March-Höfe)
Geb.                                30.5.1997
Beruf:                              Maschinenbau Konstrukteur
Grösse:                            1,97m
Gewicht:                          130kg
Hobbys:                            Sport allgemein, Computer
Bevorzugte Schwünge: Kurz, Gammen, Übersprung, Hüfter
 
Schneider Mario bezwingt im Schlussgang seinen Bruder Domenic

Mario Schneider`s Premiere auf der Schwägalp
Bei brütend heissen Temperaturen gaben beim Schwägalp Schwinget die Brüder Schneider aus dem Thurgau den Ton an. Mario Schneider besiegte im Schlussgang Domenic Schneider und feierte somit seinen ersten Kranzfestsieg.

Die Ausgangslage um den Tagessieg beim letzten Bergkranzfest der Saison war wohl so offen wie schon lange nicht mehr. Mit Samuel Giger, Armon Orlik, Pirmin Reichmuth und dem verletzten König Joel Wicki, fehlten gleich vier absolute Siegschwinger auf der Schwägalp. Dennoch war die Qualität des 90köpfigen Teilnehmerfelds immer noch beachtlich hoch. Bei maximal nur 16 möglichen Kränzen war schon im Voraus klar, dass zahlreiche Eidgenossen den Heimweg ohne Eichenlaub unter die Füsse nehmen müssen. Auch ohne Giger und Orlik, die Ostschweizer waren trotzdem favorisiert auf den Sieg, man war aber gespannt auf die Auftritte der Gäste aus der Inner- und Nordwestschweiz. Die Zuschauer zeigten sich total «schwingverrückt» und hart im Nehmen. So pilgerten 12800 an den Fuss des mächtigen Säntis und trotzten eisern der wahrlich brütenden Hitze. Sie wurden dafür von den Schwingern durch sehr spannenden Sport und ein wirklich friedliches Volksfest entschädigt.

Starke Gäste am Vormittag
Schon früh am Morgen kam es zu einigen Krachern. Die Ostschweizer Roger Rychen, Mario und Domenic Schneider, sowie Damian Ott starteten mit fulminanten Siegen. Aber auch der Aargauer Nick Alpiger , sowie die Innerschweizer Lukas Bissig, Christian Schuler, Mike Müllestein und Jonas Burch waren hellwach und siegreich. Zur Mittagspause hatten zwar drei Schwinger lauter Siege auf ihrem Konto, aber die Konkurrenz war nah dran. Im vierten Gang übernahmen aber die Ostschweizer wieder das Kommando. Mario Schneider bezwang den Obwaldner Jonas Burch, Samir Leuppi siegte gegen Lukas Bissig und Domenic Schneider bremste mit einem Remis den starken Luzerner Sven Schurtenberger zurück. An Boden verloren auch Kilchbergsieger Damian Ott durch zwei überraschende Niederlagen, sowie zahlreiche Gäste durch mehrere Unentschieden. So war die Konstellation vor dem fünften Gang im Kampf um den Schlussgang höchst spannend.

Erster Bruderschlussgang auf der Schwägalp
Im fünften Durchgang legten die Ostschweizer nochmals einen Gang zu. So stand Mario Schneider nach einem kuriosen Sieg gegen Mike Müllestein als punktehöchster im Schlussgang. Die Beiden gelangten stehend an den Platzrand, als Müllestein offensichtlich zu früh auf das «Halt» des Kampfrichters wartete. Der Thurgauer nutzte diesen Moment aus und übertölpelte den verdutzten Schwyzer. Nicht lange zum Sieg brauchte Domenic Schneider gegen den Luzerner Sven Lang und auch der Winterthurer Samir Leuppi bodigte den zweiten Schwyzer Eidgenossen Christian Schuler zügig. So belegten Schneider und Leuppi gemeinsam den zweiten Rang und aufgrund des stärkeren Notenblatts des Thurgauers entschied sich das Einteilungskampfgericht richtigerweise für den rein familiären Schlussgang. Die Spannung war gross, wer würde siegen, der 31jährige Mario, oder sein zwei Jahre jüngerer und erfolgreicherer Bruder Domenic. Schon schnell sah man im Schlussgang, dass Mario mit der Situation besser zurechtkam. Er war der aktivere, versuchte immer wieder zum Erfolg zu kommen. Und in der fünften Minute ging er volles Risiko. Mario Schneider riskierte einen gewagten Schlungg, konnte seinen Bruder zum Sieg überdrücken und den Schwägalpsieg feiern. Einen kleinen Makel gab es dabei aber zu verzeichnen. Bei der entscheidenden Aktion verlor der Sieger kurz den Hosengriff, was von den Kampfrichtern übersehen wurde. Eigentlich ein grober Fehler, doch die Schneider`s werden bei ihrem grossen Erfolg wohl darüber hinwegsehen können. Und man sollte die Unparteiischen an dieser Stelle auch einmal in Schutz nehmen. Sie leisteten bei drückender Hitze tolle, zuverlässige Arbeit, was bei weitem keine einfache Angelegenheit ist.
Vier Kränze für die Innerschweiz
Nicht nur der Tagessieg blieb in der Ostschweiz, auch in der Kranzverteilung hatten die Gastgeber die Nase vorn. Von den 14 abgegebenen Kränzen blieben sechs in der Ostschweiz und je vier gingen in die Nordwest- und Innerschweiz. Als bester Innerschweizer klassierte sich der 20jährige Lukas Bissig mit fünf Siegen im dritten Rang. Den gleichen Rang belegte auch der Luzerner Sven Schurtenberger. Der Obwaldner Ueli Rohrer schickte mit seinem Abnützungssieg den Glarner Roger Rychen ins Tal der Tränen und der Rothenthurmer Christian Schuler erwies sich einmal mehr als sicherer Wert und holte den einzigen Schwyzer Kranz. Grosses Pech hatte Mike Müllestein. Der Schwyzer kämpfte richtig gut und verlor um den Schlussgang nur unglücklich. Dieses Pech verfolgte ihn aber auch im letzten Gang gegen den Aargauer Fabian Bader. Trotz grossem Aufwand verlor Müllestein kurz vor Schluss und musste den Kranz seinem Gegner überlassen. Gar nie in Kranznähe kam der dritte Schwyzer Eidgenosse. Michael Gwerder aus Brunnen hatte von Beginn an Sand im Getriebe und kam nicht über einen Mittelfeldplatz hinaus.

Alex Huber mit anständiger Leistung
Als einziger Ausserschwyzer durfte der Tuggner Alex Huber den Schwingklub March-Höfe auf der Schwägalp vertreten. Huber startete siegreich gegen Jan Mannhart. Nach zwei Niederlagen gegen den zweitplatzierten Eidgenossen Werner Schlegel und Michael Bernold, folgte der zweite Sieg gegen Silvio Oettli. Im fünften Gang stellte Huber gegen den Flumserberger Fabian Bärtsch und verlor zuletzt gegen den Appenzeller Eidgenossen Martin Herrsche. Mit diesem Leistungsausweis belegte der Tuggner im starken Feld zuletzt den 15.Rang.
HRU  
3 Auszeichnungen für die Aktiven des SKMH auf Melchsee Frutt durch Hegner Ueli, Züger Benjamin und Solenthaler David
Bericht folgt

Ricken Schwinget 2023. Sieger Hersche Martin. Hegner Ueli im 2. Schlussrang

Ueli Hegner wird zweiter auf dem Ricken
 
112 Schwinger starteten am Rickenschwinget. 1400 Zuschauer besuchten den beliebten Anlass, blieben aber aufgrund der garstigen Bedingungen meist im grossen Festzelt stecken. Der Appenzeller Eidgenosse Martin Herrsche war der Mann des Tages und siegte überlegen. Im Schlussgang gegen Christian Bernold konnte sich Herrsche sogar ein zum Festsieg reichendes Remis leisten. Der Rickenschwinget ist auch bei den Ausserschwyzern sehr beliebt, mit acht Kämpfern gingen sie an den Start und gewannen fünf Auszeichnungen. Nach dem überraschenden Sieg letztes Jahr durch Joel Kessler, trumpfte dieses Mal Ueli Hegner aus Siebnen mit dem tollen zweiten Rang gross auf. Der Märchler erkämpfte sich fünf Siege gegen Reto Schlegel, Josias Müller, Sandro Gmür, Hanspeter Kamer und Valentin Mettler. Nur gegen den Eidgenossen Fabian Kindlimann musste Hegner als Verlierer vom Platz. So gut war der starke Techniker auf dem Ricken noch nie.
 
 
Züger doppelte nach
 
Die zweite Auszeichnung innert Tagesfrist erkämpfte sich Benjamin Züger im siebten Rang. Der Turnerschwinger kam dabei auf drei Siege, zwei Remis und einer abschliessenden Niederlage um einen absoluten Spitzenplatz. Gleich dahinter holte sich Alexander Schnellmann aus Schübelbach mit drei Siegen und drei Niederlagen die Auszeichnung. Vorjahressieger Joel Kessler aus Siebnen machte mit zwei Siegen und vier Remis einen Konditionstest und auch David Solenthaler aus Wilen schaffte es als zehnter mit zwei Siegen, drei Remis und einer Niederlage in die Auszeichnungsränge. Allgemein gab es auf dem Ricken ungewohnt viele Remis zu beobachten. Die misslichen Bedingungen erschwerten den Schwingern offensichtlich eine angriffigere Schwingweise. Mit zwei Siegen, einem Remis und drei Niederlagen verpassten Stefan Gemsch (Galgenen) und This Bamert (Tuggen) die Auszeichnung und der junge Wangner Lukas Hüppin mussten den Wettkampf verletzungshalber nach vier Gängen beenden.
 
HRU
 
 
Urnerboden Schwinget 2023

Am von 88 Teilnehmern besuchten Urnerbodenschwinget gab es den zweiten Schwyzer Sieg des Wochenendes. Patrick Betschart aus Immensee bezwang im Schlussgang den Urner Michael Zurfluh. Daniel Schilter aus Wilen und Damian Ulrich aus Galgenen verpassten die Auszeichnung durch eine abschliessende Niederlage knapp. Für den jungen Adrian Müller aus Wilen war der Wettkampf nach vier Gängen zu Ende.

Auszeichnung für Huber Alex in Sörenberg. Sieger wurde Fankhause Erich


Alex Huber einziger Schwyzer auf dem Sörenberg
 
Am Sonntag folgten bei miserablen Wetterbedingungen drei Wettkämpfe. Der Bergschwinget in Sörenberg wurde von 93 Teilnehmern besucht und von Erich Fankhauser gewonnen. Der Entlebucher Eidgenosse besiegte im Schlussgang Fabian Scherrer. Als einziger Schwyzer im ganzen Feld nahm der Tuggner Alex Huber teil. Der frisch gebackene Vater gewann die Auszeichnung mit drei Siegen gegen Manuel Vogel, Benhard Bullakay und Niklaus Scherer, einem Remis gegen Roy Wittwer und zwei Niederlagen gegen Urs Doppmann und Sven Schurtenberger im elften Rang.
Auszeichnung im 7. Rang für Züger Benjamin auf der Klewenalp. 15. Ulrich Damian, 16. Bamert Mathis

Benjamin Züger gewinnt Auszeichnung auf der Klewenalp.

 
Bereits am Samstag fand der beliebte Klewenalpschwinget oberhalb von Beckenried statt. 50 Schwinger traten zum Wettkampf an und mit dem Rothenturmer Eidgenosse Christian Schuler gab es einen Schwyzer Sieger. Schuler bezwang im Schlussgang den einheimischen Christoph Waser. Der Wangner Benjamin Züger erkämpfte sich die Auszeichnung im siebten Rang. Züger erreichte dabei drei Siege gegen Cedric Galli, Sebastian Gander und Mirco Nussbaumer. Gegen Lars Würsch und Lars Mehr trennte sich Züger als gleich stark und die einzige Niederlage kassierte der Märchler gegen Dominik Hess. Damian Ulrich (Galgenen) und This Bamert aus Tuggen verpassten die Auszeichnung. Ulrich erreichte zwei Siege und vier Niederlagen und Bamert siegte einmal, drei Gänge stellte er und zwei gingen verloren.
Giger Sämi gewinnt Schlussgang auf dem Brünig gegen seine Klubkameraden Domenic Schneider

Giger krönt Thurgauer Festspiele auf dem Brünig
 
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Nach diesem Motto verlief der Brünigschwinget 2023. Nicht die Berner oder Innerschweizer reüssierten, sondern die Gäste aus der Ostschweiz. Im reinen Thurgauer Schlussgang bezwang Samuel Giger seinen Klubkollegen Domenic Schneider und durfte so seinen ersten Sieg auf dem Brünig feiern.

 
Die Vorfreude auf den prestigeträchtigen Brünigschwinget war dieses Jahr besonders gross. So trafen auf der historischen Wasserscheide zwischen der Innerschweiz und dem Berner Oberland neben je 50 Bernern und Innerschweizern dieses Jahr auch 20 Gäste aus der Nordostschweiz aufeinander. 32! Eidgenossen nahmen den Wettkampf am frühen Morgen auf. Neben dem amtierenden König Joel Wicki, standen auch alle drei amtierenden Kilchbergsieger Samuel Giger, Damian Ott und Fabian Staudenmann im Einsatz. Da auch noch etliche weitere Kranzfestsieger dabei waren, wies das Teilnehmerfeld am Brünigschwinget fast schon die Qualität eines eidgenössischen Anlasses aus. Und die Schwinger geizten nicht mit ihrem Können, sie verzückten die rund 6700 begeisterten Zuschauer mit tollem Schwingsport.

Kessler und Hegner schlugen sich achtbar
Vom Schwingklub March-Höfe traten die beiden Siebner Joel Kessler und Ueli Hegner zum Wettkampf an. Kessler erreichte ein ausgeglichenes Ergebnis. Zwei Siege gegen Simon Graf und David Lüthi, zwei Remis gegen Florian Riget und Fabio Hiltbrunner und zwei Niederlagen gegen die Eidgenossen Michael Ledermann und Kilian von Weissenfluh.
Ueli Hegner kam als Ersatzschwinger unverhofft zum Einsatz. Der Märchler erlebte einen düsteren Morgen mit drei Niederlagen gegen Lukas Jäggi, Adrian Klossner und Jan Blaser. Am Nachmittag liefs für Hegner besser mit zwei Siegen gegen Adrian Thalmann und Remo Blatter. Im letzten Gang verlor der Märchler gegen den Eidgenossen Martin Roth

 
Starker Innerschweizer Morgen
 
Gleich zu Beginn gab es mehrere Kracher zu bewundern. König Wicki fertigte Armon Orlik im ersten Zug ab, genauso der Zuger Pirmin Reichmuth gegen Thomas Sempach. Samuel Giger und der diesjährige Seriensieger Fabian Staudenmann stellten in einem spannenden Duell. Im zweiten Gang besiegte Wicki nach hartem Kampf den zweifachen Brünigsieger Bernhard Kämpf. Pirmin Reichmuth und der Berner Matthias Aeschbacher kamen durch Blitzsiege zu ihrem zweiten Erfolg. Sie liessen vor dem Mittag auch noch ihren dritten Sieg folgen und übernahmen die Spitze. Joel Wicki traf auf den blutjungen Michael Moser. Zuerst hatte der König alles im Griff und suchte vehement den Sieg. Mitten im Kampf griff sich der König plötzlich an den rechten Ellbogen. Er musste sich irgendeine Verletzung zugezogen haben. In der Folge konnte der König kaum mehr richtig Griff fassen und nicht mehr ziehen. So endete der Kampf gegen das Emmentaler Jungtalent Remis.

 
Wicki Out als Knackpunkt
 
Zum Start in die zweite Wettkampfhälfte kam dann die Hiobsbotschaft fürs Innerschweizer Team. Joel Wicki brach seinen Wettkampf ab und begab sich in ärztliche Untersuchung. Momentan ist noch nicht klar, wie schlimm die Verletzung des Königs ist. Den Innerschweizern fuhr dieser Schrecken mitten in die Glieder, derweil vor allem die Nordostschweizer gehörig Dampf von hinten machten. Pirmin Reichmuth und Matthias Aeschbacher stellten im Spitzenduell und die Thurgauer Samuel Giger und Domenic Schneider übernahmen mit ihrem dritten Sieg die Führung. Immerhin konnte der Luzerner Joel Ambühl mit einem Remis Fabian Staudenmann aus dem Rennen nehmen. Noch schlimmer erwischte es die Innerschweizer im fünften Gang. Pirmin Reichmuth schwang gegen Bernhard Kämpf um den Schlussgang und verlor auf sehr kuriose Weise. Mitten im Bodenkampf nahmen die Beiden offenbar den Ruf des falschen Kampfrichters wahr. Sie unterbrachen und schauten beide verdutzt ihren Unparteiischen an. Dieser gab aber zu verstehen das der Kampf noch läuft, der Berner reagierte blitzschnell und kam zu einem sehr glücklichen Sieg. Die Ostschweizer hingegen verloren den Überblick nicht. Samuel Giger besiegte Joel Ambühl und Domenic Schneider überraschte Matthias Aeschbacher. Somit standen die beiden Thurgauer im Schlussgang.

 
Erster reiner Thurgauer Schlussgang
 
Nachdem sich im fünften Gang die Ereignisse überschlugen, kam es zu einer historischen Konstellation. Zwar wimmelte es im vorderen Ranglistenabschnitt nur so von Bernern, ganz zuoberst standen aber die beiden Mitglieder des Schwingklubs Ottenberg, Samuel Giger und Domenic Schneider. So standen sich im Kampf um den Festsieg zum ersten Mal in der langen Geschichte des Brünigschwingets zwei Thurgauer gegenüber. Man durfte gespannt sein, wie die beiden sich aus unzähligen Trainings auswendig kennenden Topathleten, sich im Schlussgang verhalten würden. Diese Frage wurde zügig beantwortet. Samuel Giger bezwang seinen Kameraden nach kurzer Zeit mit einem runden Kurz und kam so zu seinem ersten Sieg auf dem Brünig. Hinter dem strahlenden Sieger Giger klassierte sich Vorjahressieger Adrian Walther auf dem Ehrenplatz. Saison Dominator Fabian Staudenmann wurde dritter und Schlussgangverlierer Schneider vierter.

 
Magere Innerschweizer Kranzbilanz
 
Die abschliessende Kranzbilanz widerspiegelte ziemlich realistisch das gestrige Stärkenverhältnis. Von den 20 abgegebenen Kränzen gingen elf in den Kanton Bern, vier in die Ostschweiz und nur fünf blieben in der Innerschweiz. Die Berner Übermacht im Kampf um die Kränze war derart frappant, dass es im letzten Gang sogar mehrere Berner Paarungen gab. Das den zwölf angetretenen Schwyzer Schwingern, bei der starken Besetzung ein rauer Wind um die Ohren ziehen würde, war schon im vornerein klar. Als einziger Schwyzer Kranzgewinner konnte sich der 22jährige Brunner Eidgenosse Michael Gwerder im sechsten Rang klassieren. Gwerder startete mit zwei Remis verhalten, liess dann aber vier Siege am Stück folgen, im Ausstich gegen die Berner Eidgenossen Stefan Gäumann und Christian Gerber. Somit war Gwerders zweiter Brünigkranz mehr als verdient.
 
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Marcel Bieri gewinnt den Schlussgang auf dem Zugerberg gegen Noe van Messel
Auszeichnung für Ueli Hegner im 5. Rang

Am Zugerbergschwinget griff der Eidgenosse Marcel Bieri nach einer Verletzung wieder ins Geschehen ein. Bieri und Noe van Messel standen mit je fünf Siegen überlegen im Schlussgang. In diesem siegte der Turnerschwinger Bieri nach knapp fünf Minuten mit Hüfter und durfte sich mit der Traumpunktezahl 60,00 als Sieger ausrufen lassen.
89 Schwinger zeigten den rund 1100 Zuschauern auf dem gemütlichen Festplatz ihr Können. Vom Schwingklub March-Höfe waren die drei Märchler Ueli Hegner (Siebnen), Stefan Gemsch (Galgenen) und Philipp Keller (Buttikon) am Start. Im sehr guten fünften Rang holte sich Ueli Hegner die Auszeichnung. Hegner schaffte vier Siege gegen Marco Hürlimann, Jonas Vogler, Markus Schnider und zuletzt gegen den überraschend wieder einmal gestarteten Zuger Florian Ulrich. Gegen Daniel Bühlmann trennte sich der Märchler als gleich stark und die einzige Niederlage kassierte Hegner gegen Roland Bucher. Stefan Gemsch erreichte ein Sieg, drei Remis und zwei Niederlagen und für den leichtgewichtigen Keller war nach vier Niederlagen der Wettkampf frühzeitig zu Ende.
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5 Auszeichnungen und eine Schlussgangteilnahme am 4. Moosschwinget für den SKMH

Joel Kessler stürmt in den Schlussgang

Am Moosschwinget in Schönenberg zeigten sich die Ausserschwyzer von ihrer besten Seite. Joel Kessler aus Siebnen drang in den Schlussgang vor und der Schwingklub March-Höfe holte sich gesamthaft fünf Auszeichnungen.
Es war heiss am Samstagnachmittag, als der vierte Moosschwinget auf dem idyllischen Festplatz neben dem Reitstall Korrodi in Schönenberg über die Bühne ging. Die Hitze forderte den 64 Schwingern aus der Ostschweiz und den Kantonen Schwyz und Zug vieles ab. Auch die zahlreichen Festbesucher versuchten sofort sich irgendwo ein schattiges Plätzchen zu ergattern. Die diesjährige Austragung war so gut besetzt wie noch nie, standen doch neben vielen Kranzern auch Topschwinger wie Samuel Giger, Samir Leuppi, Stefan Burkhalter und Mario Schneider im Einsatz.

Joel Kessler nach Topleistung im Schlussgang
Der 25jährige Märchler Joel Kessler zeigte einmal mehr diese Saison eine sehr gute Leistung. Kessler bezwang zum Auftakt Roman Schnurrenberger. Dies bescherte ihm den Eidgenossen Samir Leuppi als Gegner, gegen den Kessler verlor. Nach einem Sieg gegen Christian Schiess traf Kessler im vierten Gang auf den zurzeit wohl stärksten Nichteidgenossen Mario Schneider. Der schwergewichtige Thurgauer sammelt Kränze in Serie und ist sehr stark. Dies bekam Kessler in den ersten zwei Minuten zu spüren und entkam einige Male nur knapp einer Niederlage. Danach kam der Märchler aber immer besser in den Kampf. In der letzten Minute konterte er einen Angriff des Thurgauers perfekt mit innerem Haken und kam zum platten Resultat. Der ungläubige Blick des Thurgauers beim abschliessenden Handschlag sagte mehr als tausend Worte zu dieser saftigen Überraschung. Kessler verfeinerte diese noch mit einer Zehn im fünften Gang gegen Kjetil Fausch und stand damit im Schlussgang gegen Samuel Giger. Im Endkampf gegen Giger schwang Kessler frech mit, musste sich aber nach rund vier Minuten am Boden bezwingen lassen. Somit gewann der Thurgauer Kilchbergsieger Samuel Giger den Mooschwinget überlegen mit sechs Siegen.

Erfreulich grosses Aufgebot vom Schwingklub March-Höfe
Der SKMH war in Schönenberg mit einem Grossaufgebot von neun Schwingern vertreten. Auch die Durchmischung stimmte, vom Routinier bis zum Leistungsträger und Nachwuchsschwinger, alles war dabei. Hinter dem drittplatzierten Kessler holten sich die Ausserschwyzer weitere vier Auszeichnungen. Ueli Hegner (Siebnen) klassierte sich mit vier Siegen und zwei Niederlagen im fünften Rang. Der Märchler siegte gegen Marco Nägeli, Marco Waldmeier, Tobias Lacher und Pius Tobler. Gegen die Topcracks Mario Schneider und Samir Leuppi musste Hegner als Verlierer vom Platz. Der Wangner Benjamin Züger siegte gegen Max Gmür, Jan Mannhart und Jano Müller. Gegen Manuel Lüthi und Remo Ackermann gab es zwei Remis und die einzige Niederlage kassierte Züger gegen den Festsieger Giger. Mit diesem Leistungsausweis klassierte sich Züger im sechsten Rang. David Solenthaler (Wilen) gewann die Auszeichnung im neunten Rang mit drei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen. Alexander Schnellmann (Schübelbach) schaffte dies mit drei Siegen und drei Niederlagen im zehnten Rang. Pech hatte der Tuggner This Bamert, der mit den gleichen Gängen wie Schnellmann, aber tieferen Noten, die Auszeichnung um einen Viertelpunkt verpasste. Stefan Gemsch (Galgenen) erreichte zwei Siege und vier Niederlagen. Auch die ganz jungen kämpften wacker mit. Adrian Müller (Wilen) erreichte zwei Siege, ein Remis und drei Niederlagen und Tim Kagermeier (Wilen) ein Sieg und fünf Niederlagen.
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Reichmuth Pirmin schlägt König Wicki auf der Königin der Berge

Reichmuth´s grosse Versöhnung mit der Rigi
 
Die Königin der Berge zeigte sich gestern im schönsten Sonntagsgewand. Bei heissem Sommerwetter verfolgten rund 5000 Zuschauer den beliebten Rigischwinget und erlebten den emotionalen Sieg des Zugers Pirmin Reichmuth hautnah mit. Emotional wars auch für Ueli Hegner, der erstmals an einem Bergfest um den Kranz schwingen konnte.

Ueli Hegner schwang um Rigikranz
Gesamthaft konnten 13 Rigikränze abgegeben werden. Acht holte der ISV, vier gingen in die Ostschweiz und einer in die Romandie. Von den 13 gestarteten Schwyzern konnten zuletzt sieben um die Kränze schwingen. Die Eidgenossen Mike Müllestein, Christian Schuler und Michael Gwerder sorgten dafür, dass drei im Kanton Schwyz blieben. Der junge Silvan Appert verpasste das Eichenlaub um einen lumpigen Viertelpunkt.
Einen starken Wettkampf zeigte Ueli Hegner aus Siebnen. Der 23jährige Metzger hatte nach fünf Gängen drei Siege gegen Theo Dorsaz, Simon Grossenbacher und Adrian Thalmann, ein Remis gegen Janos Bachmann, sowie die Niederlage gegen den Eidgenossen Matthias Herger vorzuweisen. Aufgrund des eher schwach besetzten Notenblatts musste Hegner für den Kampf ums Eichenlaub mit einer harten Nuss rechnen. Und tatsächlich, mit Werner Schlegel fasste der Märchler einen Hochkaräter und verlor im ersten Zug. Daniel Schilter aus Wilen verlor zu Beginn gegen Renato Barmettler. Danach bekam es der Höfner mit lauter welschen Gegnern zu tun. Gegen Bastian Collaud und Fabian Ballimann trennte sich Schilter als gleich stark. Gegen Ivan Mollet fasste er seine zweite Niederlage und somit war für Schilter der Wettkampf nach vier Gängen zu Ende.

 
Mit grosser Spannung wurde das Bergfest auf der Rigi erwartet. Die Besetzung war hochklassig, denn unter den 90 Schwingern, 50 ISV, 20 NOS und 20 SWS, waren ganze 20 Eidgenossen am Start. Eine enorme Zahl, wenn man bedenkt, dass auf der Rigi maximal 16 Kränze abgegeben werden können. Das ISV Team war vor den starken Gästen gewarnt. Hauptsächlich die Ostschweizer waren brandgefährlich, denn mit Samuel Giger und Werner Schlegel, kehrten doch zwei ganz heisse Eisen nach Verletzungen wieder ins Sägemehl zurück. Doch nicht nur das Schwingen war bei den gutgelaunten Zuschauern Trumpf, denn das Rigi OK unter der Leitung von Peter Inderbitzin bot auch ein herrliches Rahmenprogramm mit einem wunderschönen Alpaufzug als Höhepunkt.
 
Ostschweizer mit starkem Beginn
 
Der Auftakt hatte es in sich und die Ostschweizer waren hellwach. So siegte Damian Ott gegen Mike Müllestein und Werner Schlegel bezwang Pirmin Reichmuth. Auch der Westschweizer Romain Collaud startete mit einem Sieg über Sven Schurtenberger stark. Aber auch die beiden Schwyzer Michael Gwerder und Christian Schuler siegten zu Beginn. Das Topduell zwischen König Joel Wicki und Kilchbergsieger Samuel Giger endete nach verhaltenem Kampf remis. Im zweiten Durchgang hielten sich alle Favoriten gegen Mittelschwinger schadlos, so dass es im dritten Gang zu einigen Krachern kam. So fertigte Christian Schuler den Kilchbergsieger Damian Ott mit einem wuchtigen Kreuzgriff platt ab. Werner Schlegel band den führenden Michael Gwerder zurück und auch Wicki, Giger und Reichmuth blieben in Tuchfühlung.

 
Innerschweizer Reaktion am Nachmittag
 
Nach der Mittagspause bezwang Werner Schlegel den Obwaldner Ueli Rohrer und übernahm als einziger mit vier Siegen die Führung. Ihm dicht auf den Fersen folgten nach schönen Siegen die Eidgenossen Pirmin Reichmuth, Joel Wicki, Mike Müllestein, Matthias Herger und Samuel Giger, der im Spitzenkampf Christian Schuler besiegte. Im fünften Gang um die Schlussgangteilnahme, zwangen die Innerschweizer das Momentum auf ihre Seite. König Wicki fertigte Werner Schlegel im ersten Zug mit einer Kurz-Fussstich Kombination ab. Das eher knappe Resultat wurde von den Unparteiischen ohne lange Diskussionen gegeben. Und auch Pirmin Reichmuth besiegte den Urner Matthias Herger platt, so dass beide mit 48,50 Punkten in den Schlussgang einzogen. Auch Samuel Giger siegte gegen Müllestein platt, dem Thurgauer fehlte jedoch ein Viertelpunkt für den Schlussgang.

 
Kurzer, heftiger Schlussgang
 
Der Schlussgang war kurz und intensiv. Bereits im ersten Zug griff Joel Wicki mit innerem Haken an, Reichmuth konterte mit linkem Gammen und der Entlebucher konnte sich nur in Extremis über seine starke Brücke retten. Im zweiten Angriff fiel bereits die Entscheidung. Wieder griff Wicki an, diesmal mit Übersprung. Doch der Zuger liess Wicki ins Leere laufen, überwuchtete den König und konnte am Boden zum Sieg nachdrücken. Damit krönte Pirmin Reichmuth seinen ersten Rigikranz gleich noch mit dem Festsieg und schloss mit der Königin der Berge seinen Frieden. 2014 nahm Reichmuth als 19jähriger erstmals am Rigischwinget teil. Eine Woche zuvor verlor er den Schlussgang des ISAF Cham gegen den Höfner Reto Nötzli und galt als der kommende Mann im ISV. Doch bei seiner Rigipremiere schlug das Schicksal zu und Reichmuth erlitt seinen ersten Kreuzbandriss. Nun, neun Jahre später, bei seinem zweiten Rigi Einsatz, durfte der Zuger das Siegerrind «Gelinka» in Empfang nehmen und sich mit der Königin der Berge versöhnen.
 
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Dritter Innerschweizer Sieg für Joel Wicki
 
Das 116. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest in Dagmersellen bot viel spannenden Schwingsport. König Joel Wicki strahlte am Schluss als überlegener Sieger. Riesiges Pech hatte der Märchler Joel Kessler, der den Kranz hauchdünn verpasste.
 
Zum ersten Mal in der langen Geschichte des Innerschweizer Schwingerverbands, fand das ISAF im luzernischen Dagmersellen statt. Der Schwingklub Wiggertal war für die Durchführung des 116. ISAF verantwortlich und das zuständige OK unter der Leitung des ehemaligen Eidgenossen Markus Grüter zauberte ein bombastisches Fest auf die Beine. In den letzten Tagen fiel vielerorts der langersehnte Regen, doch das Innerschweizer wurde davon verschont. Am frühen Morgen gab es noch letzte Tropfen, doch pünktlich aufs Anschwingen trocknete es ab und es wurde sonnig. So durften die über 12100 Zuschauer den Wettkampf bei angenehmem Wetter mitverfolgen und wurden vom OK mit sehr schönen Rahmendarbietungen verwöhnt.

Riesenenttäuschung für starken Joel Kessler
Vom Schwingklub March-Höfe waren sieben Schwinger am Start. Auch die Ausserschwyzer kämpften gut, so konnten gleich drei um den Kranz schwingen. Joel Kessler aus Siebnen war dabei die tragische Figur. Der Märchler erreichte drei Siege gegen Jonas Troxler, Roman Bucher und am Schluss gegen Matthias Jund im ersten Zug. Gegen Andreas Odermatt und Reto Fankhauser gab es zwei Remis und gegen den Schlussgangteilnehmer Joel Ambühl die einzige Niederlage und verpasste den Kranz um einen lumpigen Viertelpunkt. 56,25 Punkte reichte in den letzten Jahren immer zum ISAF Kranz, diesmal aber leider nicht. Trotz starkem Wettkampf mit leeren Händen dazustehen, ist besonders bitter.
Der Tuggner Alex Huber hatte drei Siege, ein Remis und eine Niederlage auf dem Konto, ehe er den letzten Gang um den Kranz gegen Urs Doppmann schnell verlor. Auch der Wangner Benjamin Züger konnte mit drei Siegen, einem Remis und einer Niederlage um den Kranz schwingen, verlor aber im letzten Gang gegen den Eidgenossen Erich Fankhauser. Daniel Schilter (Wilen) und Ueli Hegner (Siebnen) erreichten je zwei Siege, ein Remis und drei Niederlagen und klassierten sich punktegleich. David Solenthaler (Wilen) erkämpfte sich ein Sieg, zwei Remis und drei Niederlagen und Alexander Schnellmann (Schübelbach) verpasste mit einem Sieg und drei Niederlagen den Ausstich.
 
Starker Auftakt der Innerschweizer
 
Können die Innerschweizer an ihrem Heimfest die starken Gäste im Zaum halten, oder wird Siegermuni «Toni» in fremde Gefilden entführt? Diese Frage wurde im Vorfeld zurecht oft gestellt, waren doch unter den 200 Schwingern mit dem Berner Saisondominator Fabian Staudenmann und dem St.Galler Damian Ott zwei Kilchbergsieger und mit Michael Ledermann, Mario Schneider, Patrick Räbmatter und Romain Collaud weitere sehr starke Gäste gemeldet. Doch das ISV Team zeigte sich von Beginn an hellwach. So siegten die Eidgenossen Joel Ambühl, Christian Schuler, Sven Schurtenberger, Michael Gwerder gegen starke Gegner. König Joel Wicki bezwang kurz vor Schluss Damian Ott und Pirmin Reichmuth trotzte Fabian Staudenmann ein Remis ab. Auch im zweiten Gang zeigten sich die ISV Teamleader auf der Höhe. Und im dritten Gang gaben die Innerschweizer weiterhin den Ton an, so dass bei Halbzeit mit Joel Wicki, Marco Heiniger, Pirmin Suter, Werner Suppiger und Sven Schurtenberger gleich fünf Schwinger mit je drei Siegen die ersten beiden Ränge belegten. Von den Gästeschwingern durfte sich nur noch der Berner Staudenmann Hoffnungen auf eine Schlussgangteilnahme machen.
 
Spannung im Kampf um den Schlussgang
 
Nach der Mittagspause gab es im vierten Gang eine Läuterung an der Ranglistenspitze. Die meisten der Führenden gaben Punkte ab, einzig König Wicki lancierte den vierten Sieg und übernahm die alleinige Führung. Hinter dem Entlebucher lagen Roland Reichmuth, Urs Doppmann und Joel Ambühl auf dem zweiten Rang, dicht gefolgt von den Mitfavoriten Christian Schuler und Pirmin Reichmuth. Der Berner Staudenmann kam ebenfalls zum dritten Sieg, lag aber durch tiefere Noten etwas zurück. Der fünfte Gang brachte schnelle Entscheidungen um die Schlussgangteilnahme. Joel Wicki bezwang Christian Schuler und Joel Ambühl machte mit seinem Sieg gegen den Gast Mario Schneider den reinen Luzerner Schlussgang perfekt. Pirmin Reichmuth und Fabian Staudenmann siegten ebenfalls, scheiterten aber an den tieferen Noten. Das Duell Wicki gegen Ambühl bot eine spezielle Ausgangslage. Beide sind schon ISAF Sieger und bekamen im Schlussgang die Chance auf einen weiteren ISAF Sieg. Im Schlussduell machte Joel Wicki aber kurzen Prozess. Mit einem schönen Kurzzug bezwang er Ambühl schon nach kurzer Zeit und kam so mit sechs Siegen zu seinem dritten Innerschweizer Festsieg.  
 
Rangliste mit Profil
 
Durch abschliessende Siege konnten sich Pirmin Reichmuth und Fabian Staudenmann auf die Ehrenplätze vorarbeiten. Als beste Schwyzer klassierten sich Michael Gwerder und Mike Müllestein im dritten Rang, gemeinsam mit dem Luzerner Werner Suppiger, der in Dagmersellen seine Karriere beendete. Mit 56,50 Punkten fiel die Kranzlimite ungewohnt hoch aus. Von den gesamthaft 30 abgegebenen ISAF Kränzen ging wie erwartet der Löwenanteil von 12 Stück an die Luzerner. Dahinter zeigten sich die Schwyzer als zweite Kraft mit fünf Kränzen. Die Ob/Nidwaldner holten zwei, die Zuger vier, drei gingen in den Kanton Uri und die Gäste erkämpften sich vier. Das Schwyzer Team kämpfte sich recht stark durch den Tag, konnten vor dem letzten Gang doch 17 Schwinger um den Kranz schwingen. Im letzten Gang gab es aber einen rechten Aderlass und durch die hohe Kranzlimite auch weniger Schwyzer Kränze. Neben Müllestein (Steinerberg) und Gwerder (Brunnen), konnten sich noch Christian Schuler (Rothenthurm), Adrian Steinauer (Vorderthal, SK Einsiedeln) und Stefan Kennel (Arth) unter die Kranzgewinner reihen.  
 
 
 
 
 
 
 
Joel Wicki gewinnt auch das Bergfest auf dem Stoos

König Wicki triumphiert auf dem Stoos

 
Mit dem diesjährigen Stoosschwinget ist der Auftakt in die Bergfestsaison bestens gelungen. König Joel Wicki gewann mit sechs Siegen souverän zum vierten Mal auf dem Stoos. Freude machten auch die Märchler Schwinger, welche besonders stark mitkämpften.
 
Die Vorfreude auf den Bergfestauftakt war bei den Schwingerfans enorm. 90 Schwinger, 50 (ISV), 20 (BE) und 20 (NOS) waren gemeldet, darunter ganze 26 Eidgenossen. Wenn man bedenkt, dass an einem Stoosschwinget maximal 16 Kränze abgegeben werden dürfen, ist dies eine gewaltige Zahl. Zwar gab es auf den Wettkampftag hin einen Aderlass, meldeten sich doch zehn Eidgenossen, darunter Favoriten wie Kilian Wenger, Samuel Giger und dem einheimischen Michael Gwerder ab. Dennoch war das Teilnehmerfeld sehr hochkarätig. Die rund 3800 Zuschauer durften ein wunderschönes Fest mit prächtigem Wetter und spannendem Schwingsport erleben. Da tat auch der leichte Gewitterregen im letzten Gang der guten Stimmung nicht weh. Einen Schreckmoment erlebten die Zuschauer im Anschwingen, als sich der Eidgenosse Marco Good schwer am Hals verletzte. Bleibt zu hoffen, dass sich der Sarganser von diesem Unfall schnell erholen kann.

 
Innerschweizer behielten Sieg in eigenen Reihen.
 
Die Innerschweizer waren bestrebt die starken Gäste im Zaum zu halten. Der amtierende König Joel Wicki ging mit gutem Beispiel voran und reihte Sieg an Sieg. Nach fünf Gängen stand der Entlebucher mit reiner Weste als Führender im Schlussgang. Ihm dicht auf den Fersen war der Steinerberger Mike Müllestein. Der routinierte Eidgenosse zeigte den ganzen Tag hindurch seine feine Technik und hielt auch gegen ganz starke Gegner stand. So bremste er im dritten den Berner Matthias Aeschbacher mit einem Remis aus und besiegte im fünften Gang blitzschnell den Thurgauer Domenic Schneider. Somit war seine Schlussgangteilnahme hoch verdient. Der Schlussgang zwischen den beiden Innerschweizern wurde in den knapp vier Minuten sehr intensiv geführt. Zuerst war es Müllestein, der mit einem herrlichen Fussstich am Sieg schnupperte. Doch dann führte König Wicki mit einer Kurz-Kniestich Kombination die Entscheidung herbei und durfte sich zum vierten Mal als Stoossieger ausrufen lassen. Für den 26jährigen Entlebucher bedeutete dies zugleich den 21. Kranzfestsieg und 60. Kranzgewinn.

 
Schwyzer kämpften gut mit
 
Am Abend konnten 13 Kränze abgegeben werden. Acht blieben in der Innerschweiz, drei gingen in die Ostschweiz und zwei in den Kanton Bern. Bergkränze hängen jeweils sehr hoch und werden nicht in Scharen verteilt. Für einen Schwinger muss wirklich alles zusammenpassen um ans begehrte Eichenlaub zu kommen. Auf dem Stoos waren 12 Schwyzer im Einsatz. Die Schwyzer zeigten eine gute Teamleistung. Vor dem letzten Gang konnten neben dem kranzsicheren Müllestein noch vier weitere Schwyzer um die Kränze schwingen. Reüssieren konnte dabei aber nur noch der Rothenthurmer Routinier Christian Schuler, der mit seinem 12. Kranzgewinn auf dem Stoos den Rekord des legendären Ingenbohlers Toni Steiner egalisierte.

 
Kessler und Huber stark, aber ohne Kranz
 
Joel Kessler (Siebnen) und Alex Huber (Tuggen) machten einen sehr starken Eindruck. Kessler hatte nach vier Gängen zwei Siege gegen Philipp Aellen und David Lüthi, sowie zwei Remis gegen die starken Eidgenossen Marcel Räbsamen und Domenic Schneider vorzuweisen. So konnte der Märchler im Ausstich gleich zweimal um den Kranz schwingen. Doch das Glück war Kessler nicht hold. Der Märchler verlor im fünften Gang gegen Jan Wittwer und im letzten Gang gegen den jungen Urner Lukas Bissig und weg war der Kranz.

 
Alex Huber zeigte sein bisher mit Abstand bestes Fest in dieser Saison. Der Tuggner siegte gegen starke Leute wie Ryan Rogenmoser, Adrian Klossner und Reto Kaufmann. Gegen Lukas Bissig gab es ein Remis und gegen die Eidgenossen Marcel Räbsamen und zuletzt um den Kranz gegen Domenic Schneider, musste Huber als Verlierer vom Platz. Auch wenn letztendlich beide Märchler mit leeren Händen dastanden, zeigten sie inmitten einer starken Konkurrenz eine sehr gute Leistung.
 
HRU
 
 
 
Benjamin Züger verpasst ersten Sieg am Bachtelschwinget hauchdünn. Sieger Benjamin Nock

 
Am Sonntag begaben sich fünf Märchler Schwinger an den Bachtelschwinget oberhalb Hinwil. Unter den 50 teilnehmenden Schwingern war der Zürcher Fabian Kindlimann einziger Eidgenosse und somit Favorit auf den Tagessieg. Es war aber der junge Wangner Kranzer Benjamin Züger der am meisten überzeugte. Züger begann mit zwei Siegen gegen Christian Blaser und Jano Müller stark. Im dritten Gang trennte er sich von Fabian Kindlimann als gleich stark und spickte mit dem Remis den Favoriten aus dem Siegesrennen. Dank zwei weiteren Plattwürfen gegen Andreas Ziegler und den Routinier Lars Geisser stand Züger als Führender im Schlussgang. In diesem traf er auf den Zürcher Oberländer Roman Schnurrenberger. Im Schlussgang wollte keinem der siegbringende Wurf gelingen und durch das Remis gab es durch den Zürcher Oberländer Benjamin Nock einen lachenden Erben. Züger belegte zuletzt den zweiten Schlussrang.
 
Mathis Bamert (Tuggen) und Lukas Hüppin (Wangen) konnten ebenfalls um die Auszeichnung schwingen, verpassten diese aber im letzten Gang. Stefan Gemsch (Galgenen) und Philipp Keller (Buttikon) konnten alle sechs Gänge absolvieren, verpassten die Auszeichnung aber deutlich.
Bilder : Stefan Gemsch
Bericht: Hansruedi Ulrich
Marco Heiniger überzeugt mit sechs Siegen am Bergschwinget Schwarzenberg. 2 Auszeichnungen für den SKMH
Am Donnerstag Fronleichnam fand der jeweils sehr beliebte Schwarzenbergschwinget im luzernischen Schwarzenberg statt. Rund 1000 Zuschauer verfolgten das spannende Treiben im Sägemehl. Zwar fehlten wegen dem bevorstehenden Stoosschwinget jegliche Eidgenossen, trotzdem war die Qualität des 104köpfigen Teilnehmerfeldes gut. Vom SKMH nahmen drei Schwinger an diesem Wettkampf teil. Im Schlussgang standen sich die beiden Luzerner Marco Heiniger und Roman Fellmann gegenüber, wobei Heiniger das bessere Ende für sich behielt und das Fest gewann.

Hegner und Schilter mit Auszeichnung
 
Ueli Hegner aus Siebnen erkämpfte sich die Auszeichnung ungeschlagen im neunten Rang mit drei Siegen und drei Remis. Hegner siegte gegen Markus Schnider, Reto Schärli und Ueli Achermann. Gegen Martin Bättig, Fabian Aregger und Andri Krauer trennte sich der Märchler als gleich stark.

 
Daniel Schilter aus Wilen holte sich die Auszeichnung gerade noch im 14. Rang. Schilter siegte gegen Curdin Portmann und Matteo Riedweg. Gegen Adrian Thalmann und Adrian Egli trennte sich der Höfner remis und von Carlo von Rickenbach und Ueli Doppmann musste sich Schilter das Sägemehl abwischen lassen.

 
Der junge Philipp Keller aus Buttikon verpasste die Auszeichnung mit einem Remis und fünf Niederlagen.
Keinen Kranz für den SKMH in Alpnach


Überlegener Triumph von Pirmin Reichmuth

Mit dem Ob/Nidwaldner Kantonalschwingfest in Alpnach, ging der Reigen der diesjährigen Kantonalfeste in der Innerschweiz zu Ende. Und mit dem Zuger Pirmin Reichmuth gab es einmal mehr einen sehr verdienten Sieger.

Die sportlichen Erwartungen der Schwingfestliebhaber wurden in Alpnach voll erfüllt. Zwar waren mehrere Eidgenossen am Start, doch der Topfavorit Pirmin Reichmuth zeigte sich beeindruckend stark und hielt alle im Schach. Wirkte er am Zuger noch irgendwie gehemmt, liess Reichmuth in Alpnach seine Muskeln spielen. Nach einem längeren Kampf bezwang Reichmuth zum Auftakt den Routinier Christian Schuler. Danach war der Zuger nicht mehr zu halten. Reichmuth reihte Sieg an Sieg und drückte seinen überlegenen Stempel auf, der das ganze Fest prägte. Nach fünf Gängen war dem Zuger der Tagessieg schon gewiss, uneinholbar war sein Vorsprung auf die Konkurrenz.

Qual der Wahl für den Schlussgang
Hinter dem bereits qualifizierten Zuger lag ein ganzer Pulk von sieben Schwingern punktegleich auf dem zweiten Platz ums Rennen für den Schlussgang. Für die Einteilung unmöglich einen so herauszupicken. Sie liess in der Folge alle anderen ausschwingen um einen würdigen Gegner Reichmuths zu finden. Nach Beendigung des Programms lagen mit Jonas Burch, Michael Gwerder und Thomas Bucher immer noch drei Schwinger gemeinsam auf dem zweiten Platz. Die Einteilung entschied sich letztendlich als vertretbare Entscheidung für den einheimischen Jonas Burch. Dieser bestritt den Schlussgang als Zusatzgang. Im Schlussgang liess Reichmuth nicht einen Moment an Zweifel aufkommen und legte auch Burch in kurzer Zeit auf den Rücken. So war der erste Kranzfestsieg Reichmuths hoch verdient, zeigte sich der Zuger in einer doch sehr guten Verfassung. Diese wird er nächste Woche mit Sicherheit wieder brauchen können, wenn er als Gast am Seeländischen in Lyss von den Bernern auf Herz und Nieren geprüft wird.

Sechs Schwyzer Kränze in Alpnach
Von den 33 abgegebenen Kränzen sicherten sich die Luzerner und Ob/Nidwaldner den Löwenanteil. Der Schwyzer Verband, mit Michael Gwerder als bestem Schwyzer auf dem zweiten Rang, durfte am Ende mit sechs Kränzen aus Alpnach abziehen. Es hätten gut und gerne sogar noch mehr sein können, doch im letzten Gang lief nicht alles nach dem Gusto der Schwyzer. Michael Gwerder, Lukas von Euw und Bruno Suter waren nach fünf Gängen schon kranzsicher, Christian Schuler, Alex Schuler 1 und Ronny Heinzer sicherten sich das begehrte Eichenlaub im letzten Gang. Fünf weitere Schwyzer, darunter die Märchler Alex Huber und Ueli Hegner, scheiterten an der letzten Hürde.

Schwingklub March-Höfe geht leer aus
Der Schwingklub March-Höfe wurde von dem Trio Alex Huber Tuggen, Ueli Hegner Siebnen und Benjamin Züger Wangen vertreten. Der Neukranzer Benjamin Züger war in Alpnach nicht im Schuss und kam nie in Kranznähe. Züger begann mit zwei Remis gegen Simon Achermann und den Nichtkranzer Kevin Schori verhalten. Nach dem ersten Sieg folgte im vierten Gang der nächste Dämpfer. Niederlage gegen Matthias Elmiger und weg war der Kranz. Dank zwei Siegen im Ausstich arbeitete sich Züger in der Rangliste noch nach vorne und war im zehnten Rang der bestklassierte Märchler. Die Notenblätter von Alex Huber und Ueli Hegner sahen aus wie Duplikate, einfach mit anderen Namen darauf. Beide begannen mit einem Sieg gegen einen Kranzschwinger sehr stark und waren bei Mittag noch voll dabei. Beide leisteten sich aber im vierten Gang einen enormen Aussetzer, indem sie einen Nichtkranzer stellten. Und beide mussten aufgrund des bescheidenen Notenblatts für den letzten Gang mit einem harten Gegner um den Kranz rechnen. Und so kam es auch. Während Huber den Kranz durch ein Remis gegen Remo Vogel verpasste, verlor Hegner mit Werner Suppiger um den Kranz.
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Nach dem Schlussgangerfolg gegen Armon Orlik gewann der Thurgauer Samuel Giger das Glarner Kantonale zum zweiten Mal

Gute Leistungen nicht belohnt
 
Am Ehrentag der Glarner und Bündner Schwinger in Elm triumphierte der Thurgauer Samuel Giger. Nach Schlussgangerfolg gegen Armon Orlik gewann der Thurgauer das Glarner Kantonale zum zweiten Mal. Die drei Märchler Gäste gingen im Kampf ums Eichenlaub leer aus.

 
Bei schönstem Sommerwetter trafen sich 135 Schwinger aus der Ostschweiz und Gäste von den Innerschweizer Klubs March-Höfe und Bürglen zum Kampf um das begehrte Eichenlaub. Als Favoriten für den Tagessieg galt ganz klar ein Quartett aus der Ostschweiz. Die beiden Kilchbergsieger Samuel Giger und Damian Ott, der Bündner Armon Orlik, sowie der einheimische Roger Rychen. Nach fünf Gängen war dann auch der Thurgauer Giger alleine in Front. Nur einen Viertelpunkt hinter ihm lag mit Mario Schneider, Damian Ott und Armon Orlik ein Trio punktegleich in Lauerstellung für die Schlussgangteilnahme. Schneider als Teamkollege von Giger fiel aus der Entscheidung. Die Einteilung entschied sich letztendlich für den Bündner Orlik, obwohl dieser gegen Giger zu Beginn verlor, derweil der St.Galler Ott im fünften Gang gegen Giger stellte. Der Schlussgang selber war ein langer Abnützungskampf. In der letzten Minute kam Samuel Giger durch einen Kurzzug doch noch zum Erfolg und verhinderte damit, dass der Glarner Rychen durch einen gestellten Schlussgang den Festsieg erben konnte. Roger Rychen belegte zuletzt den Ehrenplatz, dicht gefolgt vom Urner Raphael Arnold, der als bester Gast dritter wurde.

 
Kessler nutzte Chance nicht
 
Vom Schwingklub March-Höfe waren die drei Kranzschwinger Joel Kessler, Alex Huber und Ueli Hegner als Gästeschwinger dabei. Die drei Märchler kämpften sich beachtlich durch den Tag, trotzdem gingen zuletzt alle leer aus. Joel Kessler aus Siebnen galt als heissestes Eisen für einen Glarner Kranzgewinn. Kessler startete mit einem Remis gegen den Appenzeller Reto Koch. Nach einem Sieg gegen Nils Marti, bekam Kessler es mit dem Bündner Eidgenossen Armon Orlik zu Tun und verlor. Nach zwei Siegen gegen die starken Kranzschwinger Reto Schlegel und Lukas Wolfer war der Märchler wieder voll im Rennen um die Kränze. Und die Glarner Einteilung honorierte Kesslers gute Leistung und teilte dem Märchler für den letzten Gang Bruno Flück zu. Flück, mittlerweile ein Rheinthaler, ist kein Unbekannter. Der untersetzte Kämpfer schwang viele Jahre für den SKMH. Doch Kessler brachte es nicht zustande, die ihm gebotene, grosse Chance zu nutzen. Der 38jährige Nichtkranzer Flück parierte alle Angriffe des favorisierten Märchlers und durch das unerwartete Remis verpassten beide Schwinger den Kranz.

 
Auch Huber und Hegner ohne Kranz
 
Der Tuggner Alex Huber erlebte einen durchwachsenen Morgen. Nach der Niederlage gegen Lars Rotach und dem Sieg gegen Silvan Koller, folgte ein nicht einkalkuliertes Remis gegen den Bündner Nichtkranzer Jan Wehrli. Doch Huber zeigte Charakter und kämpfte sich mit zwei Siegen gegen die starken Kranzer Ignaz Hobi und Reto Schlegel wieder in Kranznähe. Sein letzter Gegner war aber der St.Galler Eidgenosse Marcel Räbsamen. Huber kämpfte im entscheidenden Kampf wacker mit. Doch letztendlich musste sich Huber der Stärke seines Gegners beugen und den Kranz dem Favoriten überlassen. Ueli Hegner aus Siebnen startete mit einem Sieg gegen Marc Jörger in den Tag. Im zweiten Gang folgte eine Niederlage gegen This Kolb, ehe Hegner im dritten Gang den jungen Tobias Fässler bezwang. Im vierten Gang trennte sich Hegner gegen den Appenzeller Verteidigungskünstler Andrin Poltera als gleich stark. Im Ausstich hiessen beide Gegner des Märchlers Signer. Im fünften Gang wurde Tobias Signer bezwungen und im letzten Gang gegen den Teilverbandskranzer Andy Signer verlor Hegner nach einem spannenden Duell mit Chancen auf beiden Seiten um den Kranz.  
 
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Noe Van Messel bezwingt am Morgartenschwinget im Schlussgang nach 2:53 Minuten mit Kurz und Nachdrücken am Boden Roland Reichmuth und realisierte dabei sechs Siege. Im guten 6. Rang Kessler Joel.
Bild: Tamara Züger
Kranz Nummer 7 für Joel Kessler am Urner Kantonalen in Altdorf

König Joel zum Dritten
 
Der Schwingerkönig Joel Wicki erfreut sich einer blendenden Frühform. Mit sechs Siegen triumphiert er am 100. Urner Kantonalen in Altdorf und holt sich seinen dritten Kranzfestsieg der Saison. Freuen durfte sich auch Joel Kessler aus Siebnen, der seinen zweiten Saisonkranz gewann.

 
Die Kantonalfeste in der Innerschweiz haben eines gemeinsam. Startet der Schwingerkönig Joel Wicki, zieht er als Sieger wieder ab. So auch am Jubiläumsfest der Urner Schwinger in Altdorf. Das Urnerland war von Anfang an fest in Luzerner Hand. Wicki bezwang zum Auftakt den Zuger Sieger Noe van Messel und Sven Lustenberger den Schwyzer Mike Müllestein. Auch die weiteren Luzerner Schwinger agierten am Vormittag so überlegen, dass schon vor der Mittagspause Luzerner zusammen gepaart werden mussten.

 
Spannung im fünften Gang
 
Nach vier Gängen waren Schurtenberger und Wicki das Mass aller Dinge. Sie führten mit je vier Siegen das Feld an und alles rechnete mit einem weiteren Duell der beiden Favoriten im Schlussgang. Doch der fünfte Gang brachte eine Überraschung. Wicki stand nach dem klaren Sieg gegen Andreas Odermatt als Führender im Schlussgang. Schurtenberger aber unterlag überraschend dem Zuger Noe van Messel, was zu einem totalen Zusammenschluss führte. So lagen neben Schurtenberger, van Messel, auch noch Remo Vogel und Marc Lustenberger gemeinsam auf dem zweiten Rang. Die Einteilung hatte es wahrlich nicht leicht um den Gegner von Joel Wicki zu bestimmen. Nach allen Abwägungen entschied sie sich doch noch zu einer Neuauflage von Wicki gegen Schurtenberger.

 
Blitzentscheidung im Schlussgang
 
Dieser war dann eine sehr kurze Angelegenheit. Schon im ersten Zug kam ein energischer Angriff des Königs, der gleich zum Resultat führte. So siegte Joel Wicki auch an seinem dritten Kantonalen der Saison. Hinter Sieger Wicki belegten Noe van Messel, Lukas Bissig, Sven Lang und Schlussgangverlierer Schurtenberger Spitzenplätze. Gesamthaft wurden 33 Kränze abgegeben, wovon sich die Schwyzer acht sicherten. Die Schwyzer kämpften als Team sehr solide, konnten doch im letzten Gang 15 Schwinger ums Eichenlaub kämpfen.

 
Joel Kessler mit zweitem Kranz
 
Joel Kessler aus Siebnen zeigte in Altdorf einmal mehr eine starke Leistung. Der ruhige Sennenschwinger startete mit einem Remis gegen den zähen Jonas Durrer in den Tag. Nach zwei Siegen gegen Kilian Arnold und Daniel Bühlmann befand sich der Märchler plötzlich in der Spitzengruppe, was ihm König Wicki als Gegner bescherte. Die schnelle Niederlage gegen den Entlebucher war zu verkraften, Kessler war noch voll im Rennen um die Kränze. Im Ausstich gelangen dem Märchler zwei schöne Siege gegen Luc Bissig und Raphael Briker. Der Urner Kranzgewinn im fünften Rang war der verdiente Lohn für Kessler, der mit Mike Müllestein die bestklassierten Schwyzer Schwinger waren.

 
Züger und Schilter scheiterten knapp
 
Von den sechs Schwingklub March-Höfe Kämpfern konnten neben Joel Kessler auch noch Benjamin Züger und Daniel Schilter um die Kränze schwingen. Züger blieb unbesiegt und erreichte zwei Siege und vier Remis. Den entscheidenden Kampf gegen Christian Zemp konnte Züger nicht zu seinen Gunsten entscheiden. Daniel Schilter zeigte viel Moral. Nach einem missratenen Start kämpfte sich der Höfner wieder heran, verlor aber den entscheidenden Kampf gegen Lukas Lemmenmeier. Simon Bürgi, Stefan Gemsch und der blutjunge Adrian Müller waren in Altdorf ebenfalls im Einsatz. Für sie war der Wettkampf aber nach vier Gängen zu Ende. HRU
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